Erlass der Regierung zur Festlegung der Lehrprogramme Heizungsinstallateur/-in (E20/2016) und Parkettverleger/-in (C11/2016)

Date :
16-06-2016
Langue :
Allemand Français Néerlandais
Taille :
26 pages
Section :
Législation
Source :
Numac 2016203627
Auteur :
Ministerium Der Deutschsprachigen Gemeinschaft

Texte original :

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Die Regierung der Deutschsprachigen Gemeinschaft,
Aufgrund des Gesetzes vom 29. Juni 1983 über die Schulpflicht, Artikel 2;
Aufgrund des Dekrets vom 16. Dezember 1991 über die Aus- und Weiterbildung im Mittelstand und in kleinen und mittleren Unternehmen, Artikel 4;
Aufgrund des Vorschlages des Instituts für Aus- und Weiterbildung im Mittelstand und in kleinen und mittleren Unternehmen vom 29. März 2016;
Aufgrund des Gutachtens der Kommission zur Anerkennung von Ausbildungen in Anwendung von Artikel 2 des Gesetzes vom 29. Juni 1983 über die Schulpflicht vom 17. Mai 2016;
Auf Vorschlag des für die Ausbildung zuständigen Ministers;
Nach Beratung,
Beschließt :
Artikel 1 - Die folgenden Lehrprogramme, die vom Institut für Aus- und Weiterbildung im Mittelstand und in kleinen und mittleren Unternehmen für Lehrlinge angeboten werden, erfüllen die Bedingungen der Teilzeitschulpflicht gemäß Artikel 2 des Gesetzes vom 29. Juni 1983 über die Schulpflicht:
1. E20/2016 Heizungsinstallateur/-in;
2. C11/2016 Parkettverleger/-in.
Art. 2 - Das Lehrprogramm E20/2016 - Heizungsinstallateur/-in wird in dem Anhang I festgelegt.
Art. 3 - Das Lehrprogramm C11/2016 - Parkettverleger/-in wird in dem Anhang II festgelegt.
Art. 4 - Vorliegender Erlass tritt am 1. Juli 2016 in Kraft.
Art. 5 - Der für die Ausbildung zuständige Minister ist mit der Durchführung des vorliegenden Erlasses beauftragt.
Eupen, den 16. Juni 2016
Für die Regierung der Deutschsprachigen Gemeinschaft,
Der Ministerpräsident
O. PAASCH
Der Minister für Bildung und wissenschaftliche Forschung
H. MOLLERS

Anhang I zum Erlass der Regierung Nr. 2083 vom 16. Juni 2016 zur Festlegung der Lehrprogramme Heizungsinstallateur/-in (E20/2016) und Parkettverleger/-in (C11/2016)
LEHRPROGRAMM UND FORTSCHRITTSTABELLE
Heizungsinstallateur/in E20/2016
1. BERUFSPROFIL
1.1. Berufsbild
Der Beruf des Heizungsinstallateurs im vorliegenden Dokument gelten Personenbezeichnungen, wenn nicht anders präzisiert, für beide Geschlechter umfasst die Installation von Heizungs- und Lüftungssystemen sowie deren Wartung und Instandhaltung. Des Weiteren analysiert der Heizungsinstallateur bei Mängeln und Fehlfunktionen die auftretenden Probleme und sorgt durch fachgerechte Analyse und notwendige Reparaturen oder durch das Ersetzen einzelner Teile im Heizungssystem für die Aufhebung der festgestellten Mängel.
Die Arbeit als Heizungsinstallateur findet zum größten Teil auf Baustellen beziehungsweise beim Kunden statt, ein kleiner Teil der Tätigkeit in einer betrieblichen Werkstatt.
Ein Heizungssystem ist eine komplexe Anlage, die aus verschiedenen Teilen besteht.
Heizungsinstallateure müssen:
- Vollständige Heizungsanlagen alleine oder mit anderen Facharbeitern installieren;
- Diese Anlagen auf ihre Funktionalität prüfen;
- Die einzelnen Komponenten einer Heizungsanlage verstehen und erklären können;
- Heizungsanlagen korrekt warten und unterhalten;
- Fehlfunktionen und Mängel an Heizungsanlagen korrekt diagnostizieren, analysieren und beheben;
- Die Eigenschaften und Unterschiede der verschiedenen Brennstoffe kennen und erklären können und deren Vor- und Nachteile kennen.
Am Ende der Lehre führen Heizungsinstallateure ihre Arbeiten selbständig und fachgerecht aus, können Heizungssysteme installieren, aber auch in bestehenden Systemen Mängel und Fehler erkennen, analysieren und beheben. Sie sind darauf vorbereitet, nach einer entsprechenden Meisterausbildung oder mit ausreichend Berufserfahrung, leitende Aufgaben oder eine selbständige Tätigkeit im Fach auszuüben.
Der Beruf des Heizungsinstallateurs entspricht der Berufszulassung zur Ausführung selbständiger Tätigkeiten in den Bauberufen, die im Königlichen Erlass vom 29. Januar 2007 vorgesehen sind und umfasst sowohl die Kompetenzen des eigenständigen beruflichen Handelns als auch die Kompetenzen, die im Kapitel VII des o.e. Erlasses als Heizungs-, Lüftungs-, Gas- und Sanitärinstallateurs festgelegt ist.
1.2. Aufbau der Lehre
Die Lehrzeit umfasst drei Ausbildungsjahre.
Im zweiten Halbjahr des zweiten Ausbildungsjahres wird eine praktische Zwischenbewertung abgelegt, die dem Lehrling, dem/der Lehrmeister/in und auch den Fachlehrkräften Aufschluss über den Stand der beruflichen Entwicklung gibt. Diese Zwischenbewertung hat einen indikativen Charakter und bringt bei noch nicht ausreichenden Leistungen keine versetzungsrelevanten Konsequenzen mit sich.
Am Ende eines jeden Lehrjahres werden (theoretische) Prüfungen sowohl in den Fächern der Allgemeinkenntnisse (A) als auch in den Fachkundefächern (B) abgelegt. Zum Abschluss der Ausbildung wird zusätzlich zu diesen Prüfungen eine praktische Gesellenprüfung (C-Prüfung) abgelegt und eine Arbeitsprobe erstellt.
1.3. Evaluation
Sowohl die praktische Zwischenbewertung als auch die praktische C-Prüfung werden unter möglichst realen praxisnahen Bedingungen abgelegt.
Die praktische Zwischenbewertung im zweiten Lehrjahr und die praktische Gesellenprüfung (C-Prüfung) finden in der Regel in der Lehrwerkstatt des Organisators der Kurse, in einem dazu geeigneten Fachbetrieb oder einer anderen anerkannten Lehrwerkstatt mit der nötigen Ausstattung statt.
Die praktische Zwischenbewertung wird von den Fachlehrern/innen abgenommen. In der praktischen Gesellenprüfung (C-Prüfung) wird der Lehrling in allen prüfungsrelevanten Fertigkeiten des Lehrprogramms geprüft. Die Prüfungsjury setzt sich aus dem/der Fachlehrer/in des 3. Lehrjahres und einem/einer externen Prüfer/in zusammen.
1.4. Überbetriebliche Ausbildung
Zur Vermittlung praktischer Fertigkeiten, die Bestandteil der betrieblichen Ausbildung sind, kann das Institut für Aus- und Weiterbildung im Mittelstand und in kleinen und mittleren Unternehmen (IAWM) bei einem geeigneten Organisator von Kursen oder anerkannten Bildungsträger eine überbetriebliche Ausbildung anbieten.
In dieser überbetrieblichen Ausbildung können - je nach Bedarf - entweder handwerkliche Grundfertigkeiten vermittelt werden, die aufgrund des technologischen Wandels in den Betrieben nicht in ausreichender Tiefe erworben werden können oder bestimmte zusätzliche bzw. neue Techniken vermittelt werden.
Die Inhalte dieser überbetrieblichen Ausbildungen richten sich nach den aktuellen technischen Anforderungen des Sektors.
2. LEHRPROGRAMM
A. Allgemeinkenntnisse
Siehe hierzu das vom Minister genehmigte Programm.
B. Fachkompetenz
B.1. Sicherheit und Hygiene am Arbeitsplatz
Kompetenz:
Die Rechte und Pflichten in der Ausbildung kennen und verstehen und so fähig sein, Pflichten einzuhalten, Rechte ggf. einzufordern und seine Ausbildung selbstständig zu gestalten.
Kenntnisse: • Lehrvertrag und Lehrvertragsrecht, Arbeits- und Urlaubszeiten, Jugendarbeitsrecht • Konzept des lebenslangen Lernens • Möglichkeiten der beruflichen und der individuellen Weiterbildung • Gesetzliche und betriebliche Vorschriften und Regelungen • Paritätische Kommissionen und Prinzipien der Lohnzahlung Fertigkeiten: • Lehrvertrags- und Arbeitspflichten einhalten • Lehrvertrags- und Arbeitsrechte ggf. einfordern • Informationen zu Weiterbildungsangeboten finden • Einen individuellen Weg der beruflichen Weiterbildung entwerfen • Berufsspezifische Vorschriften und Regelungen anwenden

Kompetenz:
Arbeitsschutz-, Hygiene- und Sicherheitsbestimmungen, kennen und verstehen und am Arbeitsplatz einhalten.
Kenntnisse: • Berufsübergreifende Arbeitsschutz- und Sicherheitsbestimmungen • Beleuchtung und Belüftung von Werkstätten • Berufsspezifische gesetzliche Regelungen, Arbeitsschutz- und Sicherheitsbestimmungen • Staub, Gas, ätzende, giftige Stoffe • Sicherer Umgang mit Werkzeugen und Maschinen • Arbeitsschutz- und Unfallverhütungsmaßnahmen • Arbeitsschutz- und Unfallausrüstung • Sicherheitsrisiken, Unfallquellen und Unfall verursachendes Fehlverhalten • Erste Hilfe und Verhaltensregeln bei Unfällen • Grundlagen ergonomischer Arbeit • Hygienevorschriften • Aufgaben des Gesundheitsdienstes und des Gefahrenbeauftragten • Notfalladressen • Umweltrichtlinien in der Heizungstechnik • Sicherheitsrelevante Eigenschaften und Personenschutz Fertigkeiten: • Regelungen, Arbeitsschutz- und Sicherheitsbestimmungen einhalten • Sicherheitsrisiken, Unfallquellen und Unfall verursachendes Verhalten erkennen und vermeiden • Arbeitsabläufe sicher gestalten • Emissionsgrenzen messen und einhalten • Gefahrenkennzeichnungen erkennen und entsprechend handeln • Mit Werkzeugen, Maschinen und beim Schweißen und Schleifen sicher arbeiten • Maßnahmen zur Ersten Hilfe ergreifen • Nach ergonomischen Gesichtspunkten arbeiten • Hygiene am Arbeitsplatz einhalten und Bestimmungen bezüglich der Arbeitskleidung umsetzen • Unfälle nach Vorschrift melden • Umweltrichtlinien beachten und Umwelt bzw. Ressourcen schonend arbeiten und entsorgen • Notfalladressen jederzeit zur Hand haben oder wissen, wo man sie schnell findet • Emissionsgrenzen messen und einhalten • Technische, organisatorische und persönliche Schutzmaßnahmen ergreifen

B.2. Fachrechnen
Kompetenz:
Grundrechenarten und erweiterte Rechenarten beherrschen.
Berechnungen und fachspezifische Rechenmethoden verstehen, beherrschen und in der beruflichen Praxis korrekt anwenden.
Kenntnisse: • Angewandte Grundrechenarten • Erweiterte Rechenarten, Problemrechnen und Formeln • Berechnung von Flächen, Volumen, Gewichten, spezifischen Gewichten, Wärmemenge, Ausdehnung,... • Geometrische Darstellung zur Maßbestimmung: Längen, gestreckte Längen, Winkel,... • Rechengrundlagen für physikalische Berechnungen • Fachspezifische Rechen-anwendungen und -methoden Fertigkeiten: • Die Grundrechenarten und erweiterte Rechenarten auf Berechnungen im Fachbereich anwenden können • Die korrekte Berechnung von Flächen, Volumen, Gewichte, Längen und Winkeln vornehmen • Physikalische und fachspezifische Berechnungen korrekt durchführen, insbesondere die Problemlösung und Anwendung von Formeln • Lastverteilungen berechnen können

Kompetenz:
Die Grundprinzipien der Physik und Mechanik verstehen, beherrschen und im Rahmen seiner beruflichen Tätigkeit einsetzen sowie physikalische und mechanische Berechnungen aufstellen.
Kenntnisse: • Kräfte und Vektoren • Momente und Hebelgesetze • Masse und Dichte • Schwerpunkt • Arbeit und Leistung • Geschwindigkeit • Wirkungsgrad • Grundkenntnisse im Bereich Akustik und Schallfortpflanzung Fertigkeiten: • Massen bestimmen, Dichten spezifischer Gewichte unterschiedlicher Materialien unterscheiden und den Schwerpunkt eines Werkstücks lokalisieren können sowie Befestigungsmittel, -punkte und Anschlagpunkte festlegen • Schnittgeschwindigkeiten und Drehzahlen von Maschinen bestimmen • Wärmeausdehnung von Materialien bei der Fertigung berücksichtigen • Erkennen von Schallübertragungspunkten • Schallübertragungen vermeiden

B.3. Technisches Zeichnen und Kommunikation
Kompetenz:
Technische Zeichnungen unterschiedlicher Schwierigkeitsgrade vollständig und präzise anfertigen und normgerecht bemaßen sowie bestehende Zeichnungen lesen, verstehen und in Arbeitsschritte der Bearbeitungstechnik umsetzen.
Kenntnisse: • Darstellende Geometrie • Parallele, Senkrechte, Winkel • Kreise, Vielecke • Rundrohr, Rohrbogen • Die Handskizze • Die technische Zeichnung • Arbeitsmittel und Materialien des technischen Zeichnens • Die verschiedenen Ansichten • Grundlagen der Bemaßung von Zeichnungen und Normen Fertigkeiten: • Angaben der technischen Zeichnung als Arbeitsvorbereitung auf die Werkstücke bzw. vor Ort anzeichnen • Handskizzen mit den notwendigen Darstellungen und Maßen in ausreichender Vollständigkeit und Lesbarkeit anfertigen • Handskizzen lesen und in technischen Zeichnungen umsetzen können • Technische Zeichnungen lesen und in Stücklisten erstellen • Technische Zeichnungen normgerecht bemaßen und Maße von Zeichnungen korrekt ablesen

Kompetenz:
Bezeichnungen, Symbole und Darstellungen kennen und lesen können.
Kenntnisse: • Bemaßung, Gewindedarstellung und Verschraubung • Normen (NBN,EN und DIN) • Zeichnungssymbole • Symbole in der Installationstechnik Fertigkeiten: • Angaben der Technischen Zeichnung als Arbeitsvorbereitung auf die Werkstücke bzw. vor Ort anzeichnen • Lesen und Erkennen von graphischen Symbolen und Kurzzeichen in der Heizungstechnik

B.4. Materialkunde: Grundlagen
Kompetenz:
Werkstoffe anhand ihrer Eigenschaften und Verwendungszweck erkennen, entsprechend auswählen und fachgerecht einsetzen.
Kenntnisse: • Arten, Eigenschaften, Herstellung, Verwendung, Formgebung und Verarbeitung der verschiedenen Werkstoffe: Nichteisenhaltige Metalle (Schwer- und Leichtmetalle); Stahl-, Eisen- und Gusswerkstoffe; Sinterwerkstoffe; Kunststoffe (Thermoplaste, Duroplaste, Elastomere, Glas- und Kohlefaser verstärkte Kunststoffe); Verbundwerkstoffe • Werkstoffnormen, Halbzeuge und Handelsformen von Werkstoffen • Legierungen und Begleitelemente • Verarbeitung und Umweltschutz Fertigkeiten: • Folgende Materialien in ihren Eigenschaften unterscheiden sowie bearbeiten und verarbeiten: nichteisenhaltige Metalle (Schwer- und Leichtmetalle); Stahl-, Eisen- und Gusswerkstoffe; Sinterwerkstoffe; Kunststoffe (Thermoplaste, Duroplaste, Elastomere, Glas- und Kohlefaser verstärkte Kunststoffe); Verbundwerkstoffe • Anhand des Rohrwerkstoffes die passende Fügetechnik auswählen und anwenden • Werkstoffe und Halbzeuge in ihren Handelsformen unterscheiden und sie entsprechend ihres berufsspezifischen Einsatzes auswählen • Die verschiedenen Legierungen klassifizieren sowie deren Auswirkungen in der Hausinstallation (-technik)
• Zur Korrosionsvermeidung geeignete Rohrleitungswerkstoffe auswählen • Umweltschädliche Materialien zuordnen und fachgerecht entsorgen

B.5. Materialkunde: Werkzeuge und Geräte
Kompetenz:
Berufsausrüstung, Handwerkzeuge und Werkbankausstattung der Arbeitsaufgabe entsprechend auswählen, fachgerecht verwenden, lagern und unterhalten.
Kenntnisse: • Handwerkzeuge, u.a.. Hammer, Meißel, Metallsäge, Feilen, Bohrmaschine, Körner, Gewindebohrer, Schneideisen, Schraubenschlüssel, Zangen, Schraubendreher, Lötkolben, Entgrater, usw. • Werkzeuge und Werkbankausstattung: u.a. Amboss, Parallelschraubstock, Einspannbacken, Werkbank, Klemmvorrichtungen, deren Orientierung und Standfestigkeit • Instandhaltung, Lagerung und Unterhalt von Werkzeugen Fertigkeiten: • Die Handwerkzeuge, Werkzeuge und Ausstattung der Arbeitsaufgabe entsprechend auswählen und fachgerecht verwenden: u.a. Hammer, Meißel, Metallsäge, Feilen, Bohrmaschine, Körner, Gewindebohrer, Schneideisen, Schraubenschlüssel, Zangen, Schraubendreher, Lötkolben, Entgrater, usw. • Werkstatt- und Baustellenwerkbänke sicher und standfest aufstellen und ausrichten sowie korrekt handhaben • Werkzeuge pflegen, warten und korrekt lagern • Sicherheitstechnische Ausrüstung von Werkzeugen und Handmaschinen überprüfen

B.6. Materialkunde: Brennstoffe
Kompetenz:
Die verschiedenen Brennstoffe und deren Eigenschaften kennen. Bei Auswahl und Installation des Heizungssystems die Eigenschaften der Brennstoffe, die gesetzlichen Vorschriften sowie den Aspekt des Umweltschutzes berücksichtigen.
Kenntnisse: • Die verschiedenen Brennstoffe: fest, flüssig und gasförmig • Messgeräte (Abgas), gesetzliche Vorschriften und Grenzwerte • Sicherheitsrelevante Eigenschaften und Personenschutz im Umgang mit Brennstoffen • Umweltschutzaspekte bei Brennstoffen Fertigkeiten: • Die verschiedenen Brennstoffe und Klassifizierung ihres Gefährdungspotenzials nach physikalische Eigenschaften unterscheiden • Abgasmessgeräte verstehen und korrekt einsetzen sowie Abgasmesswerte erkennen und eingrenzen • Brennstoffe nach ihren physikalischen Eigenschaften zuordnen und dementsprechend sicher lagern • Verbrennungsbedingte Emissionswerte messen und erkennen sowie die Verbrennungsprozesse optimieren

Kompetenz:
Die verschiedenen Leitungen und den Transport der Brennstoffe bis zum Brenner kennen und verstehen und die Lagerung der Brennstoffarten bestimmen können.
Kenntnisse: • Gas- und Ölleitungen • Beschickungssysteme • Bunker, Behälter und Tanks • Verarbeitung und Umweltschutz Fertigkeiten: • Die geeigneten Rohrleitungswerkstoffe auswählen • Die Rohrleitungen unter Berücksichtigung der Sicherheitsaspekte installieren • Dem Brennstoff entsprechend das passende Fördersystem auswählen • Den Aufstellort von Bunker, Behälter oder Tank bestimmen und diese unter Berücksichtigung der Sicherheitsvorschriften installieren • Kontaminierte Bauteile unter Berücksichtigung des Umweltschutzes fachgerecht entsorgen

B.7. Verarbeitungstechnik: Installation von Rohren und Regelarmaturen
Kompetenz:
Fertigungstechniken von Verbindungen und Befestigungen von Rohrleitungen in der Werkstatt und auf der Baustelle kennen und anwenden.
Kenntnisse: • Lösbare und unlösbare Verbindungsarten • Verbindungstechniken an Rohrleitungen • Befestigungstechniken Fertigkeiten: • Hanf- und Teflonverbindungen anfertigen • Weich- und Hartlötungen erstellen • Stahlrohrverbindungen schweißen • Systemsteckverbindungen pressen • Rohrleitungen kleben, schweißen, mit Gewinde versehen, verschrauben, flanschen, pressen und kuppeln • Halterungen, Konsolen, Aufhängungen, Dübeltechniken und Ankerbefestigungen korrekt auswählen und montieren

Kompetenz:
Leitungs- und Verteilungssysteme kennen und installieren, deren Isolation und Dämmung anbringen, Dichtheitsprüfungen durchführen und die nötigen Schutzmaßnahmen benennen und durchführen.
Kenntnisse: • Verwendungszweck der Rohrleitungen im Heizungsbau • Isolation und Dämmung von Leitungen • Dichtigkeitsprüfung von Rohrleitungen • Befestigung der Leitungen • Ausdehnung oder Reduktion bei Temperaturveränderung • Brandschutz • Korrosionsschutz • Bezeichnungen-Symbole und farbliche Markierungen Fertigkeiten: • Rohrleitungen und Regelarmaturen verarbeiten und installieren im Heizungsbau • Geeignete Isolationen/Dämmungen von/für Rohrleitungen auswählen und montieren • Dichtigkeitstest durchführen • Rohrbefestigungen montieren • Kompensatoren und Rohrschleifen montieren • Brandabschottung montieren • Korrosionsschutz anbringen • Symbole und farbliche Kennzeichnungen in der Haustechnik erkennen und verstehen

B.8. Verarbeitungstechnik: Löten und Schweißen
Kompetenz:
Die verschiedenen Schweiß und Löttechniken kennen und anwenden.
Kenntnisse: • Kaltverbindungen • Grundlagen im Elektroschweißen • Grundlagen im Autogenschweißen • PE Schweißen mit Muffen (elektrisch) sowie Stumpf (Spiegelschweißen) • Weich- und Hartlöten von Metallrohren • Druckprüfung, Dichtigkeitsprüfung Fertigkeiten: • Pressverbindungen durchführen (kalt) • Quetsch- und Schneidringverschraubungen durchführen • Gewindeverbindungen (klassisch) und Steckverbindungen durchführen • Die Grundlagen des Elektroschweißens beherrschen • Grundlagen des Autogenschweißens beherrschen • Grundlagen des PE-Schweißens beherrschen • Weich- und Hartlötungen an metallischen Rohren korrekt durchführen • Anhand verschiedener Medien (Wasser, Gas,...) die geeignete und vorgeschriebene Druck- und/oder Dichtigkeitsprüfung auswählen und durchführen

B.9. Gewerksspezifische Theorie: Wärmeerzeuger
Kompetenz:
Geeignete Wärmeerzeuger auswählen und in Heizungssysteme einbinden können unter Berücksichtigung der sicherheitsrelevanten Aspekte.
Kenntnisse: • Klassische Wärmeerzeuger Gas und Öl • Alternative Energien: Wärmepumpen, Brennstoffzellen und Biomasse-Wärmeerzeuger • Brennwertgeräte • Sicherheitsrelevante Aspekte Fertigkeiten: • Wärmeerzeuger in Heizungshydrauliksysteme einbinden unter Beachtung von Hersteller- und Gesetzesvorgaben sowie diese bei der Fehlersuche überprüfen • Das Funktionsprinzip von alternativen Wärmeerzeugern erläutern • Den Unterschied zwischen Heiz- und Brennwertgerät erläutern • Unter Beachtung von Hersteller- und gesetzlicher Vorgaben Geräte in bestehende Heizungssysteme einbinden • Unter Berücksichtigung des Wärmeerzeugers adäquate Sicherheitsbauteile in das Heizungssystem einbinden

Kompetenz:
Arten und Funktionsweisen von Abgassystemen kennen und passende Systeme auswählen und installieren.
Kenntnisse: Grundkenntnisse • Heiz- und Brennwertabgassysteme • Gefahrenverhütung • Verarbeitung und Umweltschutz Fertigkeiten: • Geeignete Abgasrohrmaterialien auswählen sowie unter Hersteller- und Gesetzesvorgaben installieren • Abgassensoren und sicherheitsrelevante Bauteile überprüfen können • Abgassysteme nach Richtlinien installieren • Bei Gas- und Ölanlagen die Neutralisation des Kondensates beachten (>50kw muss neutralisiert werden)

Kompetenz:
Sicherheitstechnische Geräte im Heizungsbau erklären und einbauen können und die entsprechenden Vorschriften und Anwendungen kennen.
Kenntnisse: • Gerätearten • Funktionsprinzipien • Einbauorte • Installationsvorschriften Fertigkeiten: • Verschiedene sicherheitstechnische Geräte auswählen und einsetzen können • Funktionsprinzipien dieser Geräte erläutern • Geeignete Einbauorte auswählen • Installationsvorschriften berücksichtigen

Kompetenz:
Die Arten der Warmwasserbereiter kennen und entsprechend der örtlichen Gegebenheit auswählen und installieren können, die thermische Desinfektion erläutern und durchführen sowie die Regeln zum Installations- und Korrosionsschutz kennen und anwenden.
Kenntnisse: • Arten der Warmwasserbereiter • Trinkwasserhygiene und Legionellen • Korrosion in Ablagerungen in Warmwasserbereitern Fertigkeiten: • Nach örtlicher Gegebenheit geeignete Warmwasserbereiter auswählen und installieren • Thermische Desinfektion erläutern und durchführen • Installationsregeln zum Trinkwasserschutz erläutern und anwenden • Verschiedene Korrosionsschutz- und Impfsysteme erläutern und installieren können

B.10. Gewerksspezifische Theorie: Wärmeabgabe-Regelungen und Elektrizität
Kompetenz:
Heizflächen und Systeme kennen und fachgerecht installieren sowie die Arten der Wärmeübertragung unterscheiden, deren Vor- und Nachteile erläutern können und nach individuellen Gesichtspunkten passend auswählen.
Kenntnisse: • Flächen Heizungen • Heizkörper • Konvektoren • Wärmeübertragung von Heizungsflächen • Warmlufterzeuger • Vor und Nachteile der Arten Fertigkeiten: • Den Aufbau und die Funktionsweise der Flächenheizungen erläutern • Den Aufstellort des Heizkörpers auswählen • Verschiedene Befestigungs- und Anschlussvarianten beherrschen • Vor- und Nachteile des Konvektors gegenüber dem Heizkörper benennen und erläutern • Wärmeübertragung von Heizungsflächen erklären • Funktionsprinzip des Warmlufterzeugers erklären • Nach individuellen Gesichtspunkten (Nutzer/Objekt) Heizflächen und Systeme auswählen und installieren • Die Vor- und Nachteile der Heizflächen erläutern

Kompetenz:
Die Grundprinzipien der Elektrizität verstehen, erklären und im Heizungsbau anwenden können.
Kenntnisse: • Begriffe Volt-Ohm-Ampere • Hoch-Mittel- und Niederspannung • Gleichstrom-Wechselstrom • Verteilung und Netze • Fehlersuche und deren Behebung • Sicherheitsrelevante Eigenschaften und Personenschutz Fertigkeiten: • Elektrische Grundrechenarten beherrschen • Spannungssysteme der Elektrotechnik unterscheiden • Grundprinzipien der beiden Systeme darstellen und erklären können • Art der Stromverteilung und Netze beschreiben können • Mit geeigneten Messwerkzeugen elektrische Bauteile und Leitungen in der Heizungstechnik überprüfen können • Die fünf Sicherheitsregeln der Elektrotechnik benennen und anwenden

Kompetenz:
Regel- und Steuergeräte der Heizungstechnik benennen, unterscheiden und fachgerecht installieren können.
Kenntnisse: • Analoge und digitale Regelungen • Regelungen und Steuerungen • Ventile und Armaturen • Antriebe in der Heizungstechnik (Pumpen und Ventilatoren) • Regelgeräte • Funktionsweisen und schematische Darstellung Fertigkeiten: • Analoge und digitale Regelungen unterscheiden können • Regelungen und Steuerungen unterscheiden können • Regelnde und steuernde Ventile und Armaturen in der Heizungstechnik benennen und deren Funktionsprinzip erläutern • Größenbestimmung von Pumpen und Ventilatoren vornehmen sowie die Installationsvorschriften beachten • Regelgeräte nach individuellen gebäudephysikalischen Gegebenheiten und Nutzervorgaben erklären und einstellen • Die graphischen Symbole und Kurzzeichen lesen und erkennen sowie schematische Darstellungen anfertigen

B.11. Gewerksübergreifende Theorie: Solarthermie und Wärmepumpen
Kompetenz:
Die Funktionsprinzipien der Solarthermie und Wärmepumpen kennen, erläutern und darstellen können.
Kenntnisse: • Funktionsprinzipien • Hydraulische Prinzipien • Trinkwasserhygiene • Speicher und Kollektoren • Arten von Wärmepumpen • Leitungssysteme und Isolation • Regelungsarten
Fertigkeiten: • Solarthermie Hydraulikschemen in vereinfachten Zeichnungen darstellen • Die Funktionsweise von hydraulischen und elektrischen Systemen erläutern • Geeignete Maßnahmen zur Aufrechterhaltung der Trinkwasserhygiene und zum Schutz vor Legionellenbildung ergreifen • Speicherarten und Kollektoren in der Solarthermie erkennen und erklären • Flächen- und Tiefbohrsysteme unterscheiden sowie Vor- und Nachteile verschiedener Wärmepumpen benennen • Geeignete Rohrleitungswerkstoffe sowie Verbindungstechniken und Dämmstoffe auswählen und einsetzen • Die verschiedenen Regelungsarten erklären

Kompetenz:
Grundlagen der Lüftungstechnik kennen, verstehen und anwenden können.
Kenntnisse: • Arten und Funktionsweisen der Lüftungstechnik • Gesundheitliche Aspekte • Geruchsschutz • Akustik • Kondensation • Wärmerückgewinnung in der Lüftungstechnik Fertigkeiten: • Die verschiedenen Arten der Lüftungstechnik unterscheiden • Behaglichkeitsprinzip des Menschen verstehen und erklären • Geeignete Auswahl von Allergiefiltern treffen • Entsprechende, den räumlichen Gegebenheiten geeignete Abluftsysteme auswählen und einbauen können • Geeignete schalldämmende Maßnahmen ergreifen • Schalldämmende Bauteile auswählen und einbauen • Kondensation grundsätzlich vermeiden • Kondensationsleitungen sowie Kondensationspunkte festlegen und installieren • Die Funktionsweise des Kreuzstromwärmetauschers erläutern

C. Bewertungs- und Stundenraster
E20 Heizungsinstallateur/in: Stunden- und Punkteverteilung in der Lehre
" colspan>Kurse 1. jahr 2. jahr 3. jahr Total
" colspan>Std. Punkte Std. Punkte Std. Punkte Std. Pkte
Jahr Prüf. Total Jahr Prüf. Total Jahr Prüf. Total
Fachrechnen 36* 30* 40* 70* 28* 20* 35* 55* 10 10 25 35 74 160
Technisches Zeichnen und Kommunikation 24 20 25 45 28* 20* 35* 55* 28* 25* 25* 50* 80 150
Sicherheit und Hygiene 12 10 10 20 8 5 0 5 0 0 0 0 20 25
Materialkunde 32* 25* 35* 60* 16 10 15 25 10 10 20 30 58 115
Verarbeitungstechnik 22 10 15 25 18 20 25 45 24 15 30 45 64 115
Gewerksspezifische Theorie 30 15 25 40 22 25 30 55 30* 25* 35* 60* 82 155
Gewerksübergreifende Theorie 0 0 0 0 8 5 10 15 26 20 15 35 34 50
Praktisches Arbeiten [2] 24 10 0 10 32 15 0 15 32 15 0 15 88 40
Arbeitsberichte 0 30 0 30 0 30 0 30 0 30 0 30 0 90
TOTAL 180 150 150 300 160 150 150 300 160 150 150 300 500 900

Die mit dem Zeichen * versehenen Fächer sind Leistungsfächer
Bewertungskriterien in der praktischen Gesellenprüfung (C-Prüfung)
ARBEITSPROBE
TOTAL 400

D. Fortschrittstabelle
Betriebliche Ausbildung
E20 Heizungsinstallateur/in
Folgende Fertigkeiten werden vom Lehrling in unserem Betrieb erlernt werden:
"x" Zutreffendes bitte ankreuzen
(regelmäßige Tätigkeiten im Betrieb)
""" betriebliche Schwerpunkte/Stärken mit einem Pfeil markieren
(häufige Tätigkeiten im Betrieb)
"?" mögliche Probleme mit einem Fragezeichen versehen
(z.B. Tätigkeiten, die gar nicht oder kaum noch ausgeübt werden)
" colspan>FERTIGKEITEN Im Betrieb
1. Lj 2. Lj 3. Lj
B.1. Sicherheit und Hygiene am Arbeitsplatz
Lehrvertrags- und Arbeitspflichten einhalten    
Lehrvertrags- und Arbeitsrechte ggf. einfordern    
Informationen zu Weiterbildungsangeboten finden    
Einen individuellen Weg der beruflichen Weiterbildung entwerfen    
Berufsspezifische Vorschriften und Regelungen anwenden    
Regelungen, Arbeitsschutz- und Sicherheitsbestimmungen einhalten    
Sicherheitsrisiken, Unfallquellen und Unfall verursachendes Verhalten erkennen und vermeiden    
Arbeitsabläufe sicher gestalten    
Gefahrenkennzeichnungen erkennen und entsprechend handeln    
Mit Werkzeugen, Maschinen und beim Schweißen und Schleifen sicher arbeiten    
Maßnahmen zur Ersten Hilfe ergreifen    
Nach ergonomischen Gesichtspunkten arbeiten    
Hygiene am Arbeitsplatz einhalten und Bestimmungen bezüglich der Arbeitskleidung umsetzen    
Unfälle nach Vorschrift melden    
Umweltrichtlinien beachten und Umwelt bzw. Ressourcen schonend arbeiten und entsorgen    
Emissionsgrenzen messen und einhalten    
Notfalladressen jederzeit zur Hand haben oder wissen, wo man sie findet    
Technische, organisatorische und persönliche Schutzmaßnahmen ergreifen      
B.2. Fachrechnen
Die Grundrechenarten und erweiterte Rechenarten auf Berechnungen im Fachbereich anwenden können    
Die korrekte Berechnung von Flächen, Volumen, Gewichte, Längen, Winkeln vornehmen    
Physikalische und fachspezifische Berechnungen korrekt durchführen, insbesondere die Problemlösung und Anwendung von Formeln    
Lastenverteilungen berechnen können    
Massen bestimmen, Dichten spezifischer Gewichte unterschiedlicher Materialien unterscheiden    
Den Schwerpunkt eines Werkstückes lokalisieren können    
Befestigungsmittel, -punkte und Anschlagpunkte festlegen    
Schnittgeschwindigkeiten und Drehzahlen von Maschinen bestimmen    
Wärmeausdehnung von Materialien bei der Fertigung berücksichtigen    
Erkennen von Schallübertragungspunkten    
Schallübertragungen vermeiden      
B.3. Technisches Zeichnen und Kommunikation
Angaben der technischen Zeichnung als Arbeitsvorbereitung auf die Werkstücke übertragen    
Angaben der Technischen Zeichnung vor Ort anzeichnen    
Handskizzen mit den notwendigen Darstellungen und Maßen in ausreichender Vollständigkeit und Lesbarkeit anfertigen    
Handskizzen lesen und in technischen Zeichnungen lesen und in Stücklisten übertragen    
Technische Zeichnung normgerecht bemaßen und Maße von Zeichnungen korrekt ablesen    
Lesen und Erkennen von graphischen Symbolen und Kurzzeichen in der Heizungstechnik      
B.4. Materialkunde: Grundlagen
Folgende Materialien in ihren Eigenschaften unterscheiden sowie bearbeiten und verarbeiten:    
• Nichteisenhaltige Metalle (Schwer- und Leichtmetalle)    
• Stahl-, Eisen- und Gusswerkstoffe    
• Sinterwerkstoffe    
• Kunststoffe (Thermoplaste, Duroplaste, Elastomere, mit Glas- und Kohlefaser verstärkte Kunststoffe)    
• Verbundwerkstoffe    
Anhand des Rohrwerkstoffes die passende Fügetechnik auswählen und anwenden    
Werkstoffe und Halbzeuge in ihren Handelsformen unterscheiden und sie entsprechend ihres berufsspezifischen Einsatzes auswählen    
Die verschiedenen Legierungen sowie deren Auswirkungen in der Hausinstallation klassifizieren    
Zur Korrosionsvermeidung geeignete Rohrleitungswerkstoffe auswählen    
Umweltschädliche Materialien zuordnen und fachgerecht entsorgen      
B.5. Materialkunde: Werkzeuge und Geräte
Die Handwerkzeuge, Werkzeuge und Ausstattung der Arbeitsaufgabe entsprechend auswählen und fachgerecht verwenden, u.a.: . Hammer    
• Meißel    
• Metallsäge    
• Feilen    
• Bohrmaschine    
• Körner    
• Gewindebohrer    
• Schneideisen    
• Schraubenschlüssel    
• Lötkolben    
• Entgrater    
Werkstatt- und Baustellenbänke sicher und standfest aufstellen und ausrichten sowie korrekt handhaben    
Werkzeuge pflegen, warten und korrekt lagern    
Sicherheitstechnische Ausrüstung von Werkzeugen und Handmaschinen überprüfen      
B.6. Materialkunde: Brennstoffe
Die verschiedenen Brennstoffe und Klassifizierungen ihres Gefährdungspotenzials nachphysikalischen Eigenschaften unterscheiden    
Abgasmessgeräte verstehen und korrekt einsetzen sowie Abgasmesswerte erkennen und eingrenzen    
Brennstoffe nach ihren physikalischen Eigenschaften zuordnen und dementsprechend sicher lagern    
Verbrennungsbedingte Emissionswerte messen sowie die Verbrennungsprozesse optimieren    
Die geeigneten Rohrleitungswerkstoffe auswählen    
Die Rohrleitungen unter Berücksichtigung der Sicherheitsaspekte installieren    
Dem Brennstoff entsprechend das passende Fördersystem auswählen    
Den Aufstellort von Bunker, Behälter oder Tank bestimmen und diese unter Berücksichtigung der Sicherheitsvorschriften installieren    
Kontaminierte Bauteile unter Berücksichtigung des Umweltschutzes fachgerecht entsorgen      
B.7. Verarbeitungstechnik: Installationen von Rohren und Regelarmaturen
Hanf- und Teflonverbindungen anfertigen    
Weich- und Hartlötungen erstellen    
Stahlrohrverbindungen schweißen    
Systemverbindungen pressen    
Rohrleitungen kleben, schweißen, mit Gewinde versehen, verschrauben, flanschen, pressen und kuppeln    
Halterungen, Konsolen, Aufhängungen, Dübeltechniken und Ankerbefestigungen korrekt auswählen und montieren    
Rohrleitungen und Regelarmaturen verarbeiten und installieren    
Geeignete Isolationen/Dämmungen von/für Rohrleitungen auswählen und montieren    
Dichtigkeitstest durchführen    
Rohrbefestigungen montieren    
Kompensatoren und Rohrschleifen montieren    
Brandabschottung montieren    
Korrosionsschutz anbringen    
Symbole und farbliche Kennzeichnungen in der Haustechnik erkennen und verstehen      
B.8. Verarbeitungstechnik: Löten und Schweißen
Pressverbindungen durchführen (kalt)    
Quetsch- und Schneidringverschraubungen durchführen    
Gewindeverbindungen (klassisch) und Steckverbindungen durchführen    
Die Grundlagen des Elektroschweißens beherrschen    
Die Grundlagen des Autogenschweißens beherrschen    
Die Grundlagen des PE-Schweißens beherrschen    
Weich- und Hartlötungen an metallischen Rohren korrekt durchführen    
Anhand verschiedener Medien (Wasser, Gas,...) die geeignete und vorgeschriebene Druck- und/oder Dichtigkeitsprüfung auswählen und durchführen      
B.9. Gewerksspezifische Theorie Wärmeerzeuger
Wärmeerzeuger in Heizungshydrauliksysteme einbinden unter Beachtung von Hersteller- und Gesetzesvorgaben sowie diese bei der Fehlersuche überprüfen    
Das Funktionsprinzip von alternativen Wärmeerzeugern erläutern    
Den Unterschied zwischen Heiz- und Brennwertgerät erläutern    
Unter Beachtung von Hersteller- und gesetzlicher Vorgabe Geräte in bestehende Heizungssysteme einbinden    
Unter Berücksichtigung des Wärmeerzeugers adäquate Sicherheitsbauteile in das Heizungssystem einbinden    
Geeignete Abgasrohrmaterialien auswählen sowie unter Hersteller- und Gesetzesvorgaben installieren    
Abgassensoren und sicherheitsrelevante Bauteile überprüfen können    
Abgassysteme nach Richtlinien installieren    
Bei Gas- und Ölanlagen die Neutralisation des Kondensates beachten (>50 KW muss neutralisiert werden)    
Verschiedene sicherheitstechnische Geräte auswählen und einsetzen können    
Funktionsprinzipien dieser Geräte erläutern    
Geeignete Einbauorte auswählen    
Installationsvorschriften berücksichtigen    
Nach örtlicher Gegebenheit geeignete Warmwasserbereiter auswählen und installieren    
Thermische Desinfektion erläutern und durchführen    
Installationsregeln zum Trinkwasserschutz erläutern und anwenden    
Verschiedene Korrosionsschutz- und Impfsysteme erläutern und installieren      
B.10. Gewerksspezifische Theorie: Wärmeabgabe-Regelungen und Elektrizität
Den Aufbau und die Funktionsweise der Flächenheizungen erläutern    
Den Aufstellort des Heizkörpers auswählen    
Verschiedene Befestigungs- und Anschlussvarianten beherrschen    
Vor- und Nachteile des Konvektors gegenüber dem Heizkörper benennen und erläutern    
Wärmeübertragung von Heizungsflächen erklären    
Funktionsprinzip des Warmlufterzeugers erklären    
Nach individuellen Gesichtspunkten (Nutzer/Objekt) Heizflächen und Systeme auswählen und installieren    
Die Vor- und Nachteile der Heizflächen erläutern    
Elektrische Grundrechenarten beherrschen    
Spannungssysteme der Elektrotechnik unterscheiden    
Grundprinzipien der beiden Systeme darstellen und erklären    
Art der Stromverteilung und Netze beschreiben    
Mit geeigneten Messwerkzeugen elektrische Bauteile und Leitungen in der Heizungstechnik überprüfen    
T.O.P.-Maßnahmen ergreifen    
Die fünf Sicherheitsregeln der Elektrotechnik benennen und anwenden    
Analoge und digitale Regelungen unterscheiden    
Regelungen und Steuerungen unterscheiden    
Regelnde und steuernde Ventile und Armaturen in der Heizungstechnik benennen und deren Funktionsprinzip erläutern    
Größenbestimmung von Pumpen und Ventilatoren vornehmen sowie die Installationsvorschriften beachten    
Regelgeräte nach individuellen gebäudephysikalischen Gegebenheiten und Nutzervorgaben erklären und einstellen    
Verschiedene Hydraulik- und Pneumatik Systeme erkennen und erklären    
Die graphischen Symbole und Kurzzeichen lesen und erkennen sowie schematische Darstellungen anfertigen      
B.11. Gewerksübergreifende Theorie: Solarthermie, Wärmepumpen, Lüftungstechnik
Solarthermie Hydraulikschemen in vereinfachten Zeichnungen darstellen    
Die Funktionsweise von hydraulischen und elektrischen Systemen erläutern    
Geeignete Maßnahmen zur Aufrechterhaltung der Trinkwasserhygiene und zum Schutz vor Legionellenbildung ergreifen    
Speicherarten und Kollektoren in der Solarthermie erkennen und erklären    
Flächen- und Tiefbohrsysteme unterscheiden sowie Vor- und Nachteile verschiedener Wärmepumpen benennen    
Geeignete Rohrleitungswerkstoffe sowie Verbindungstechniken und Dämmstoffe auswählen und einsetzen    
Die verschiedenen Regelungsarten erklären    
Die verschiedenen Arten der Lüftungstechnik unterscheiden    
Das Behaglichkeitsprinzip des Menschen verstehen und erklären    
Eine geeignete Auswahl von Allergiefiltern treffen    
Entsprechende, den räumlichen Gegebenheiten geeignete Abluftsysteme auswählen und einbauen können    
Geeignete schalldämmende Maßnahmen ergreifen    
Schalldämmende Bauteile auswählen und einbauen    
Kondensationsleitungen sowie Kondensationspunkte festlegen und installieren    
Die Funktionsweise des Kreuzstromwärmetauschers erläutern    

UNTERSCHRIFTEN
Der gesetzl. Vertreter oder Vormund der Lehrling
der Lehrmeister der Ausbilder
FORTSCHRITTSTABELLE AUSFULLEN: DATUM DER LETZTEN UBERPRUFUNG: UNTERSCHRIFT DES LEHRMEISTERS/AUS-BILDERS:
1. lehrjahr:    
   
   
2. lehrjahr    
   
   
3. lehrjahr    
   
   

Gesehen, um dem Erlass der Regierung Nr. 2083 vom 16. Juni 2016 zur Festlegung der Lehrprogramme Heizungsinstallateur/-in (E20/2016) und Parkettverleger/-in (C11/2016) beigefügt zu werden.
Für die Regierung der Deutschsprachigen Gemeinschaft,
Der Ministerpräsident
O. PAASCH
Der Minister für Bildung und wissenschaftliche Forschung
H. MOLLERS

Anhang II zum Erlass der Regierung Nr. 2083 vom 16. Juni 2016 zur Festlegung der Lehrprogramme Heizungsinstallateur/-in (E20/2016) und Parkettverleger/-in (C11/2016)
LEHRPROGRAMM UND FORTSCHRITTSTABELLE
PARKETTVERLEGER/in C11/2016
1. BERUFSPROFIL
1.1. Berufsbild
Der Parkettverleger/in setzt nach vorgegebenen Plänen die handwerklich-technischen Schritte in der Werkstatt und auf der Baustelle um, die notwendig sind, um aus Holz bzw. Holzwerkstoffen - bei Anwendung anderer Werkstoffe - Parkettböden zu verlegen und ggf. herzustellen.
Parkettverleger/innen gestalten und verschönern Innenräume durch kreative Bodengestaltung wie Stab, Mosaik, Intarsien oder Schiffsbodenparkett. Zunächst messen sie die Räume aus und berechnen den Materialbedarf. Dann prüfen sie den Untergrund und glätten ihn oder fertigen eine Unterbodenkonstruktion an. Schließlich sägen sie die einzelnen Parkettteile zurecht und verlegen sie nach dem geplanten Muster.
Haben sie alle Holzteile miteinander verbunden, glätten sie den Boden mit Schleifmaschinen und versiegeln ihn schließlich mit einem Kunststoffüberzug, mit Ölen oder Wachs. Darüber hinaus stellen Parkettverleger/innen restaurierungsbedürftige Parkettböden wieder her, führen Holzpflasterarbeiten im Innenwohn wie im Außenbereich aus oder verlegen Linoleum, Laminat oder Kork.
Die Tätigkeiten der Parkettverleger/innen können wie folgt zusammengefasst werden:
• Herstellen und Verlegen von Bodenbelägen aus Holz oder Holzwerkstoffen nach vorgegebenen plänen
Gemäß vorgegebenen Plänen die entsprechenden Arbeitsabläufe zur Herstellung und Verlegen von Holzböden oder Böden aus Holzwerkstoffen für Privat- und Geschäftsbedarf in Werkstatt und Baustelle organisieren und durchführen (Material- und Werkstofflisten anfertigen, Holzverbindungen herstellen, Furnierarbeiten, Mosaikarbeiten, Oberflächenbehandlung, Renovierungsarbeiten von Holzböden.
• Umgehen mit Maschinen und Werkzeug Die handwerklichen Fingerfertigkeiten zum fachkundigen Umgang mit Handwerkzeug, Handmaschinen und Maschinenpark im Parkettbereich unter Berücksichtigung der Sicherheitsaspekte beherrschen.
• Fachkenntnisse von Material und Beschlägen
Die verschiedenen Werkstoffe kennen und sie fachkundig einsetzen: die gängigen Holzarten und Plattenwerkstoffe, Leime und Klebstoffe, Öle und Lacke zur Oberflächenbehandlung, Beschläge, Leuchtmittel und Fremdwerkstoffe (vor allem Glas und Metall).
• Technisches Zeichnen und Kreativität
Mit Hilfe des räumlichen Vorstellungsvermögens und unter Berücksichtigung der tatsächlichen Größenverhältnisse technische Zeichnungen zum Parkettverlegen von Hand anfertigen.
• Oberflächenveredelung
Die Grundkenntnisse zu den verschiedenen Möglichkeiten zum Oberflächenschutz und der Oberflächengestaltung anwenden: Vorbereitung, verschiedene Formen der Farbgebung, Versiegelung und Ölung.
Parkettverleger/innen sind Fachleute in ihrem Arbeitsbereich und führen am Ende der Lehre ihre Arbeiten selbständig und fachgerecht aus, wirken bei der Planung und Ausführung von Baustellen mit und sind fachlich darauf vorbereitet, diese zu leiten.
Parkettverleger/innen sind vorbereitet, zukünftig, d.h. nach einer Meisterausbildung oder mit ausreichend Berufserfahrung, leitende Aufgaben auf Baustellen bzw. eine selbständigen Tätigkeit im Fach auszuüben.
1.2. Aufbau der Lehre
Die Lehrzeit umfasst drei Ausbildungsjahre. Im zweiten Halbjahr des zweiten Ausbildungsjahres wird eine praktische Zwischenbewertung abgelegt, die dem Lehrling, dem/der Lehrmeister/in und auch den Fachlehrkräften Aufschluss über den Stand der beruflichen Entwicklung gibt. Diese Zwischenbewertung hat einen indikativen Charakter und bringt bei noch nicht ausreichenden Leistungen keine versetzungsrelevanten Konsequenzen mit sich.
Am Ende eines jeden Lehrjahres werden (theoretische) Prüfungen sowohl in den Allgemeinkenntnisfächern (A) als auch in den Fachkundefächern (B) abgelegt.
Zum Abschluss der Ausbildung wird zusätzlich zu diesen Prüfungen eine praktische Gesellenprüfung [C-Prüfung (u. a. Parkett beim Kunden abschleifen)] abgelegt.
1.3. Evaluation
Sowohl die praktische Zwischenbewertung als auch die praktische Gesellenprüfung (C-Prüfung) werden unter möglichst realen betriebsnahen Bedingungen abgelegt.
Die praktische Zwischenbewertung im zweiten Lehrjahr und die praktische Gesellenprüfung (C-Prüfung) finden in der Regel in der Lehrwerkstatt des Organisators der Kurse, in einem dazu geeigneten Fachbetrieb oder einer anderen anerkannten Lehrwerkstatt mit der nötigen Ausstattung statt.
Die praktische Zwischenbewertung wird von den Fachlehrern/innen durchgeführt. In der praktischen Gesellenprüfung (C-Prüfung) wird der Lehrling in allen prüfungsrelevanten Fertigkeiten des Lehrprogramms geprüft. Die Prüfungsjury setzt sich aus einem/einer Fachlehrer/in und einem/einer externen Prüfer/in des Fachs zusammen.
1.4. Überbetriebliche Ausbildung
Zur Vermittlung praktischer Fertigkeiten, die Bestandteil der betrieblichen Ausbildung sind, kann das Institut für Aus- und Weiterbildung im Mittelstand und in kleinen und mittleren Unternehmen (IAWM) bei einem geeigneten Organisator von Kursen oder anerkannten Bildungsträger eine überbetriebliche Ausbildung anbieten.
In dieser überbetrieblichen Ausbildung können - je nach betriebliche Ausrichtung- Grundfertigkeiten vermittelt werden, die aufgrund des technologischen Wandels oder Produktivitätsansprüchen in den Betrieben nicht in ausreichender Tiefe erworben werden können.
2. LEHRPROGRAMM
A. Allgemeinkenntnisse
Siehe hierzu das vom Minister genehmigte Programm.
B. Fachkompetenz
B.1. Berufsausrüstung und Sicherheit: Rechte und Pflichten in der Ausbildung
Kompetenz: Rechte und Pflichten
Die Rechte und Pflichten in der Ausbildung kennen und verstehen und so fähig sein, Pflichten einzuhalten, Rechte ggf. einzufordern und seine Ausbildung selbstständig zu gestalten.
Kenntnisse: • Lehrvertrag und Lehrvertragsrecht, Arbeits- und Urlaubszeiten, Jugendarbeitsrecht
• Konzept des lebenslangen Lernens
• Möglichkeiten der beruflichen und der individuellen Weiterbildung
• Gesetzliche und betriebliche Vorschriften und Regelungen
• Tarifabkommen und Prinzipien der Lohnzahlung
Fertigkeiten:
• Lehrvertrags- und Arbeitspflichten einhalten
• Lehrvertrags- und Arbeitsrechte ggf. einfordern • Informationen zu Weiterbildungsangeboten finden • Einen individuellen Weg der beruflichen Weiterbildung entwerfen
• Berufsspezifische Vorschriften und Regelungen anwenden

B.2. Berufsausrüstung und Sicherheit: Betrieb und Arbeitsplatz
Kompetenz: Arbeitsschutz-, Sicherheits- und Hygienebestimmungen recherchieren, kennen und verstehen um sicher und sauber zu arbeiten.
Kenntnisse:
• Berufsspezifische Arbeitsschutz- und Sicherheitsbestimmungen
• Arbeitsschutz- und Unfallverhütungsmaßnahmen
• Arbeitsschutz- und Unfallausrüstung
• Sicherheitsrisiken, Unfallquellen und Unfall verursachendes Fehlverhalten
• Erste Hilfe und Verhaltensregeln bei Unfällen
• Grundlagen der Körperhygiene Erfassung der Bedeutung der Sauberkeit des Körpers
• Aufgaben des Gesundheitsdienstes und des Gefahrenbeauftragten
• Ursachen für Unfälle in der Werkstatt und an der Arbeitsstelle (Werkzeuge, Werkzeugmaschinen, Kleidung, Leitern, Gerüste)
• Erste Hilfe bei Unfälle (Grundschulung)
• Rückenschule
Fertigkeiten:
• Arbeitsschutz- und Sicherheitsbestimmungen einhalten
• Sicherheitsrisiken, Unfallquellen und Unfall verursachendes Verhalten erkennen und vermeiden
• Maßnahmen zur Ersten Hilfe ergreifen
• Körperhygiene einhalten
• Sicherheitsrisiken, Unfallquellen und Unfall verursachendes Verhalten erkennen und vermeiden
• Arbeitsabläufe sicher gestalten
• Nach ergonomischen Gesichtspunkten arbeiten
• Hygiene am Arbeitsplatz einhalten und Bestimmungen bezüglich der Arbeitskleidung umsetzen
• Maßnahmen zur Ersten Hilfe ergreifen
• Unfälle nach Vorschrift melden • Rückenschonendes Heben und Tragen von Lasten

Kompetenz: Die Struktur des Ausbildungsbetriebes, sein Potential wahrnehmen und die betriebliche Zusammenarbeit sowie die Arbeitsabläufe aktiv mittragen.
Kenntnisse:
• Aufbau und Struktur des Ausbildungsbetriebes
• Geschäftsfelder des Ausbildungsbetriebes • Abteilungen und Aufgaben der Mitarbeiter
• Vollmachten
• Führungsprinzipien
• Leistungssysteme
• Rechtsform
• Vertriebsorganisation
Fertigkeiten:
• Ausbildungsbetrieb erkunden
• Zielsetzungen, Geschäftsfelder und Aktivitäten des Ausbildungsbetriebes erkennen
• Rechts- und Wirtschaftsbeziehungen zwischen Lieferanten, Betrieb und Kunden kennen und in seiner Tätigkeit berücksichtigen

Kompetenz: Werkzeuge und Maschinen
Fachgerechter Einsatz der Werkzeuge und Maschinen sowie deren Instandhaltung.
Kenntnisse: Handwerkzeuge
• Mess- und Anreißwerkzeuge
• Werkzeuge zum Sägen
• Werkzeuge zum Hobeln • Werkzeuge zum Stemmen
• Werkzeuge zum Bohren • Werkzeuge zum Raspeln und Feilen
• Werkzeuge zum Nageln und Schrauben
• Werkzeuge zum Spannen • Werkzeuge zum Schärfen
• Werkzeuge zum Schleifen • Schleifmittel
Kenntnisse: Elektrische und pneumatische Handmaschinen
• Elektrotechnik
• Elektrische und pneumatische Handmaschinen
• Handkreissägemaschine • Stichsäge
• Handhobelmaschine
• Handbohrmaschine • Oberfräse
• Kettensäge
• Handschleifmaschinen
• Schärfmaschinen
• Bolzenschussgeräte
• Die Sägemaschinen • Hobelmaschinen
• Fräsmaschinen
• Bohrmaschinen • Schleifmaschinen
• Mehrzweckmaschinen
• Furnierbearbeitungsmaschinen
• Trocknungsanlagen
• Pneumatische und hydraulische Anlagen
• Absauganlagen • Holzbearbeitungsmaschinen für den Innenausbau
• Holzverarbeitungsmaschinen zum Verlegen von Parkettböden
• Spritzgeräte
• Bandschleifmaschine
• Tellerschleifmaschine...
Kenntnisse: Standmaschinen und ihre Werkzeuge
• Sägemaschinen
• Hobelmaschinen
• Fräsmaschine
• Bohrmaschinen
• Pressen
• Schleifmaschinen • Schärfmaschinen
• Mehrzweckmaschinen
• Furnierbearbeitungsmaschinen
• Trocknungsanlagen
• Pneumatische und hydraulische Anlagen
• Absauganlagen • Schnittgeschwindigkeit
• Vorschub
Fertigkeiten:
• Die Handwerkzeuge unter Berücksichtigung der Sicherheitsvorschriften korrekt auswählen und fachgerecht einsetzen
• Die Handwerkzeuge der Arbeitsaufgabe entsprechend auswählen, fachgerecht verwenden, lagern, schärfen und unterhalten
• Passende Werkzeuge auswählen, anbringen und fachgerecht einsetzen
• Wenn gegeben, Schnittgeschwindigkeit abhängig von Werkstoff und Werkzeug berechnen und einstellen
• Maschineninspektion durchführen
• Ölen, Schmieren, Reinigen von Maschinen und Werkzeugen • Ersatz- und Verschleißteile korrekt lagern, auswählen und einbauen
• Vorrichtungen und Hilfsmittel nach Plan selbst bauen bzw. zusammenbauen
Fertigkeiten: • Die Grundlagen der Elektrotechnik begreifen und umsetzen
• Elektrische und pneumatische Handmaschinen fachgerecht in Betrieb nehmen, bedienen und regeln • Die Handmaschinen unter Berücksichtigung der Sicherheitsvorschriften korrekt auswählen und fachgerecht einsetzen
• Die Handmaschinen der Arbeitsaufgabe entsprechend auswählen, fachgerecht verwenden, lagern, schärfen und unterhalten
• Passende Werkzeuge auswählen, anbringen und fachgerecht einsetzen
• Wenn gegeben, Schnittgeschwindigkeit abhängig von Werkstoff und Werkzeug berechnen und einstellen
• Maschineninspektion durchführen
• Ölen, Schmieren, Reinigen von Maschinen und Werkzeugen
• Ersatz- und Verschleißteile korrekt lagern, auswählen und einbauen • Vorrichtungen und Hilfsmittel nach Plan selbst bauen bzw. zusammenbauen
Fertigkeiten:
• Die Standmaschinen und ihre Werkzeuge unter Berücksichtigung der Sicherheitsvorschriften korrekt auswählen und fachgerecht einsetzen
• Die Standmaschinen und ihre Werkzeuge der Arbeitsaufgabe entsprechend auswählen, fachgerecht verwenden, schärfen, lagern und unterhalten
• Passende Werkzeuge auswählen, anbringen und fachgerecht einsetzen
• Wenn gegeben, Schnittgeschwindigkeit abhängig von Werkstoff und Werkzeug berechnen und einstellen
• Maschineninspektion durchführen • Ölen, Schmieren, Reinigen von Maschinen und Werkzeugen
• Ersatz- und Verschleißteile korrekt lagern, auswählen und einbauen
• Vorrichtungen und Hilfsmittel nach Plan selbst bauen bzw. zusammenbauen

B.3. Materialkunde
Kompetenz: Holz
Das Holz anhand seiner Eigenschaften dem Verwendungszweck entsprechend auswählen und fachgerecht bearbeiten sowie einsetzen.
Kenntnisse:
• Der Wald: Bedeutung und Aufgaben des Waldes
• Der Baum: Teile, Ernährung und Wachstum des Baumes
• Das Holz: Holzzellen, Aufbau des Holzes, Wuchsfehler
• Eigenschaften des Holzes: - Natürliche Schönheit, Geruch und Farbmerkmale; - Dichte und Rohdichte; - Festigkeit- und Dammfähigkeit; - Härte und Widerstand gegen Abrieb; - Belastbarkeit und Dichte; - Arbeiten des Holzes: Werfen, Schwinden, Quellen, Verziehen, Radial, Tangential;
• Raumklima: welchen Einfluss hat das Raumklima auf das Parkett • Holzschädlinge: - Forstschädlinge; - Holzschädlinge im gelagerten und im verarbeiteten Holz; - Holzschutzmaßnahmen: Fungizide, Insektizide
• Holzarten: - Europäische Nadelhölzer und Laubhölzer; die für Parkettböden verwendet werden - Bestimmte außereuropäische Nadelhölzer und außereuropäische Laubhölzer die für Parkettböden verwendet werden
• Chemisch und natürlich modifizierte Hölzer
• Holz als Schnittware: - Vollholz, Konstruktionsvollholz (KVH), Brettschichtholz (BSH); - Berechnung der Bretter, Bohlen und Balken; - Aufmessen des Holzes - Einschneiden des Stammholzes; - Die verschiedenen Einschnittarten, die Verwendung im Parkett finden - Die Lieferformen von Holz - Fehler bei Schnittholz
• Holztrocknung: Freiluft- und technische Holztrocknung: - Bestimmung der Holzfeuchte; - Trockenvorgang und Freilufttrocknung; - Technische Holztrocknung - Lagerung
Fertigkeiten:
• Die verschiedenen Holzarten kennen, erkennen, beschreiben und fachgerecht einsetzen sowie deren Herkunft und Aufbau bestimmen
• Die verschiedenen Eigenschaften des Holzes kennen und fachgerecht beim Einsatz berücksichtigen: - Natürliche Schönheit, Geruch und Farbmerkmale; - Dichte und Rohdichte; - Festigkeit- und Dammfähigkeit; - Härte und Widerstand gegen Abrieb; - Belastbarkeit und Dichte; - Arbeiten des Holzes: Werfen, Schwinden, Quellen, Verziehen, Radial, Tangential;
• Den Einfluss des Raumklimas auf das Parkett beachten
• Die verschiedenen Holzschutzmaßnahmen in Bezug auf die verschiedenen Holzschädlinge kennen und bei der Konstruktion sowie der Planung berücksichtigen und anwenden
• Die verschiedenen Holzarten kennen und deren unterschiedlichen Eigenschaften fachgerecht unterscheiden und einsetzen: - Europäische Nadelhölzer und Laubhölzer - Bestimmte außereuropäische Nadelhölzer und außereuropäische Laubhölzer
• Die korrekte Berechnung von Volumen, Längen der Bretter und Bohlen und Stämmen vornehmen
• Schnittbilder erkennen und bei der Planung anwenden
• Chemisch und natürlich modifizierte Holzer unterscheiden und fachgerecht anwenden • Bestimmung der Holzfeuchte mit Hilfe elektronischen Messgeräte und der Darrprobe kennen und anwenden • Techniken der Holztrocknung und Lagerung fachgerecht anwenden: - Freiluft- und technische Holztrocknung - Lagerung

Kompetenz: Plattenwerkstoffe
Die Plattenwerkstoffe anhand ihrer Eigenschaften dem Verwendungszweck entsprechend auswählen und fachgerecht bearbeiten sowie einsetzen.
Kenntnisse:
• Vollholzteile: Massivholzplatte, Furnierschichtholz
• Verbundplatten: Sperrtüren
• Holzspanwerkstoffe: Flachpress-, Strangpress-, Langspanplatten (OSB)
• Holzfaserplatten: Harte-, Mittel- und Poröse Faserplatten
• Platten mit Deckschichten: Dekorative Belagstoffe, Kunststoffplatten, und Schichtpressstoffplatten HPL
• Platten für Unterböden
• Korkböden
Fertigkeiten:
• Die verschiedenen Plattenwerkstoffe erkennen, beschreiben und fachgerecht einsetzen: - Vollholzteile: Massivholzplatte, Furnierschichtholz - Verbundplatten: Sperrtüren - Holzspanwerkstoffe: Flachpress-, Strangpress-, Langspanplatten (OSB) - Holzfaserplatten: Harte-, Mittel- und Poröse Faserplatten - Platten mit Deckschichten: Dekorative Belagstoffe, Kunststoffplatten und Schichtpressstoffplatten (HPL) - Platten für Unterböden - Korkböden
• Die korrekte Berechnung von Flächen, Längen und Aufteilung der Platten vornehmen

Kompetenz: Mineralische Plattenwerkstoffe
Die mineralischen Plattenwerkstoffe anhand ihrer Eigenschaften dem Verwendungszweck entsprechend auswählen und fachgerecht bearbeiten sowie einsetzen.
Kenntnisse:
• Gips- und Gipsfaserplatten
• Faserzementplatten
• Zementgebundene Holzspanplatten
• Mineral-Kunststoffplatten
Fertigkeiten:
• Die verschiedenen Plattenwerkstoffe erkennen, beschreiben und fachgerecht einsetzen: - Gips- und Gipsfaserplatten - Faserzementplatten - Zementgebundene Holzspanplatten - Mineral-Kunststoffplatten
• Die korrekte Berechnung von Flächen, Längen und Aufteilung der Platten vornehmen

Kompetenz: Dämm-, Dicht- und Isolierstoffe
Die Grundlagen der Dämm-, Dicht- und Isolierstoffe begreifen, anwenden und einsetzen.
Kenntnisse:
• Berufsrelevante Dämm-, Dicht- und Isolierstoffe: - Produkte der Wärmedämmung - Produkte gegen Feuchtigkeit - Produkte für Schall- und Feuerschutz - Produkte zum Trittschall- und Trittschutz
Fertigkeiten:
• Die einzelnen Dämm-, Dicht- und Isolier- und Trittschutz- bzw. Trittschallprodukte fachgerecht auswählen und einsetzen

Kompetenz: Verbindungsmittel
Die Verbindungsmittel anhand ihrer Eigenschaften dem Verwendungszweck entsprechend auswählen und fachgerecht einsetzen.
Kenntnisse:
• Holzverbindungsmittel: Federn, Dübel, Klammern, Drahtstifte, Schrauben, Klebstoffe,...
• Erzeugnisse für Fugen, Verbindungen, Dichtungen aus Holz, Metall, Kunststoff, Silikon usw.
• Verleimte und unverleimte Breitenverbindungen
• Nut, Feder und Klicksystem
• Rahmeneckverbindungen
Fertigkeiten:
• Die einzelnen Verbindungsmitteln auswählen und je nach Anwendungsgebiete einsetzen: - Holzverbindungsmittel: Federn, Dübel, Klammern, Drahtstifte, Schrauben, Klebstoffe,...
- Erzeugnisse für Fugen, Verbindungen, Dichtungen aus Holz, Metall, Kunststoff, Silikon usw. - Verleimte und unverleimte Breitenverbindungen - Nut, Feder und Klicksystem - Rahmeneckverbindungen

Kompetenz: Klebstoffe
Die Klebstoffe anhand ihrer Eigenschaften dem Verwendungszweck entsprechend auswählen und fachgerecht einsetzen.
Kenntnisse:
• Leimsorten (kalt - warm)
• Historische Klebstoffe
• Klebstoffe: Synthetische Klebstoffe, Duroplastische und thermoplastische Leime, PU- Leime Kontaktkleber, Schmelzkleber, 1 KPU Kunstharzkleber, 2 KPU, MS-Kleber, Dispersionskleber,
• Vorbereitung des Untergrundes
• Verklebetechniken
Fertigkeiten:
• Die einzelnen Leimsorten und Klebstoffe auswählen und je nach Anwendungsgebiet einsetzen: - Klebstoffe: Synthetische Klebstoffe, Duroplastische und thermoplastische Leime, PU - Leime Kontaktkleber, Schmelzkleber, 1 KPU Kunstharzkleber, 2 KPU, MS-Kleber, Dispersionskleber, - Parkettkleber, Epoxidharzkleber,...
• Die entsprechende Vorbereitung des Untergrundes vornehmen und die situationsgerechte Verklebetechnik anwenden

Kompetenz: Produkte zur Oberflächenbehandlung
Die Produkte zur Oberflächenbehandlung anhand ihrer Eigenschaften dem Verwendungszweck entsprechend auswählen und fachgerecht einsetzen.
Kenntnisse:
• Wachse
• Öle
• Lacke
• Produkte zur Versiegelung und Nachversiegelung
• Pflegeprodukte für Parkettböden
• Trockenzeiten
Fertigkeiten:
• Die einzelnen Produkte auswählen und je nach Anwendungsgebiet auswählen und einsetzen: - Wachse - Öle - Lacke - Produkte zur Versiegelung und Nachversiegelung - Pflegeprodukte für Parkettböden
• Die vorgeschriebenen und angemessenen Trockenzeiten der Produkte beachten

B.4. Technologie
Kompetenz: Arbeitsorganisation
Eigene Arbeitsabläufe und die anderer unter Anleitung auf der Baustelle planen inkl. der Erstellung von Bauzeichnungen und Baustellenberechnungen diese ausführen und deren Ausführung prüfen sowie gegebenenfalls Korrekturmaßnahmen einleite.
Kenntnisse:
• Auftragsübernahme und Leistungserfassung - Lastenheft
• Arbeitsplanung einer Baustelle : Arbeitsschritte und -abläufe
• Andere Gewerke
• Regelwerke, Genehmigungen und Vorschriften
• Bedarf an Bau- und Bauhilfsstoffen in Form von Materialliste • Materialbestellung und -annahme
• Verwendung von Baustoffen und Bauhilfsstoffen
• Vorhaltelisten für Werkzeuge, Geräte und Maschinen
• Energieversorgung am Arbeitsplatz
• Ergonomisches Arbeiten
• Technische Skizzen und Zeichnungen
• Arbeitsaufteilung und -aufwand
• Organisation einer Baustelle unter Berücksichtigung ihrer spezifischen Merkmale und Anforderungen
• Qualitätssicherung und -sicherungsverfahren • Bauabnahme
• Arbeitsdokumentation
• Mängelfeststellung und -erfassung
• Mängelbehebung: Planung von Korrekturarbeiten
• Materialentsorgung auf der Baustelle
• Routenplanung zur Baustelle
• Laden von Fahrzeugen: - Gewichtsverteilung - Sauberkeit und Schutz des Verladegutes - Sicherung des Verladegutes
Fertigkeiten:
• Arbeitsauftrag erfassen und auf eine eigene Arbeitsplanung herunter brechen
• Arbeitsabläufe unter Beachtung mündlicher und schriftlicher Vorgaben mit Kollegen oder anderen Handwerkern vorab sowie auf der Baustelle abstimmen
• Vorleistungen anderer Gewerke auf Sicht prüfen
• Baustoff- und Bauhilfsstoffbedarf abschätzen, fristgerecht ordern, prüfen und sachgerecht lagern
• Anhand von Skizzen und Zeichnungen Materialberechnungen durchführen
• Werkzeuge, Geräte und Maschinen nach Anforderungen der Baustelle auswählen, beschaffen und vorbereiten
• Energieversorgung und Materialentsorgung am Arbeitsplatz sichern
• Ergonomische Arbeitsmittel und und-hilfen verwenden und ergonomische Arbeitsweisen anwenden
• Arbeitswerkzeuge und -geräte passend auswählen und beschaffen
• Eine Bauabnahme begleiten
• Arbeitsmängel erkennen, erfassen und beheben, inklusive der Planung von Korrekturarbeiten
• Materialentsorgung am Arbeitsplatz sichern
• Sich mit der Wegstrecke zur Baustelle vertraut machen
• Ladetechnik bzgl. Sicherung, Gewicht-, Länge- und Größenverteilung sowie Sauberkeit und Schutz des Verladegutes kennen, beherrschen und anwenden

Kompetenz: Verbindungstechniken
Die Verbindungstechniken anhand ihrer Eigenschaften dem Verwendungszweck entsprechend auswählen und fachgerecht anwenden.
Kenntnisse:
• Verbindungstechniken: - Holzauswahl und Holzzuschnitt - Längs- und Breitenverbindungen - Traditionelle und neuartige Verbindungen - Rahmenverbindungen - Überblattung
• Fugen
• Randanschluss, Randabschluss
• Anreißen und Zuschneiden der Hölzer • Gängige Profilformen
• Passgenauer Zuschnitt von Profilleisten
• Herstellen von Unterkonstruktionen
Fertigkeiten:
• Die Verbindungstechniken auswählen und nach Bauart fachgerecht einsetzen unter Berücksichtigung folgender Faktoren: - Holzauswahl und Holzzuschnitt - Längs- und Breitenverbindungen - Traditionelle und neuartige Verbindungen - Rahmenverbindungen; - Überblattung
• Die Fugen, die Randab- und -anschlüsse fachgerecht durchführen, korrekt anreißen und zuschneiden
• Den passgenauen Zuschnitt gängiger Profilleisten durchführen
• Unterkonstruktionen fachgerecht herstellen

Kompetenz: Parkettböden
Parkettböden von der Bauweise verstehen und dem Bauprojekt entsprechend empfehlen, herstellen und einbauen.
Kenntnisse:
• Art und Ziel des Zusammenspiels verschiedener Materialen und Materialeigenschaften
• Wärmeausdehnung bei Materialien und Bauteilen
• Gesichtspunkte für das Verlegen von Parkett
• Parkettarten: Stab, Mosaik, Dielenboden, Intarsien oder Schiffsbodenparkett
• Verlegmuster für Stab- und Mosaikparkett • Einbausituation
Fertigkeiten:
• Risiken des Zusammenwirkens von verschiedenen Materialien vermeiden
• Die Wärmeausdehnung der verschiedenen Materialien und Bauteilen beachten
• Die nötigen Arbeitsschritte bei der Herstellung und Verlegung von Fußböden, feststellen und durchführen
• Fußböden nach Plan und unter Beachtung der Verlegvorschriften verarbeiten
• Einbausituation der Fußböden in Altbau sowie Neubau dem Bauprojekt entsprechend empfehlen und ggf. fachgerecht vorbereiten, ausführen und abschließen

Kompetenz: Fußböden und Wandverkleidungen
Fußböden und Wandverkleidungen von der Bauweise verstehen und dem Bauprojekt entsprechend empfehlen, herstellen und einbauen.
Kenntnisse:
• Prüfen und Vorbereiten von Untergründen: - Beschädigungen - Verunreinigungen - Ebenheit - Gefälle - Höhenlage - Feuchtigkeit und Saugfähigkeit -... • Estricharten
• Instandsetzungsverfahren
• Balkenlage • Fußböden: Einfache Dielenfußböden, Trockenunterböden, Parkettböden Laminatböden, Fußleisten,... • Wandverkleidungen: Gestaltung und Unterkonstruktionen, Verkleidungsschalen aus Brettern, Rahmen mit Füllung, Platten
Fertigkeiten:
• Untergründe auf Beschaffenheit der Oberfläche prüfen, insbesondere auf: - Beschädigungen - Verunreinigungen - Ebenheit - Gefälle - Höhenlage - Saugfähigkeit und Feuchtigkeit,...
• Die nötigen Arbeitsschritte bei der Herstellung und Verlegung von Fußböden feststellen und durchführen und ggf. Instandsetzungsverfahren einleiten
• Fußböden nach Plan und unter Beachtung der Verlegvorschriften verarbeiten: - Einfache Dielenfußböden, - Trockenunterböden - Laminatböden - Fußleisten,...
• Wandverkleidungen nach Plan und herstellen und anbringen: - Unterkonstruktionen - Verkleidungsschalen aus Brettern - Rahmen mit Füllung - Platten

Kompetenz: Restaurierung historischer Fußböden aus Holz
Der Aufbau und die Restaurierung historischer Fußböden aus Holz kennen, verstehen und seine Kenntnisse in Bezug zu seiner beruflichen Tätigkeit einsetzen.
Kenntnisse:
• Die Baustile nach Epochen, von der Renaissance bis zur Gegenwart
• Der Parkettboden in den verschiedenen Epochen
• Erkennungsmerkmale von Stilrichtungen und ihre jeweiligen dekorativen Elemente
• Grundlagen der Restaurierung alter Bausubstanz
• Moderne Stilrichtungen, Trends und Farben • Neue Arbeitsmethoden und Materialien
• Handwerkliche Umsetzung von Restaurierungen
Fertigkeiten:
• Baustile und Merkmale verschiedener Epochen erkennen und zuordnen
• Innenräume einer bestimmten Stilrichtung zuordnen
• Material- und Werkzeugauswahl, Arbeitstechniken und dekorative Elemente einer Stilrichtung anpassen
• Zeitgeist und Trends bei der Kundenberatung und Arbeiten berücksichtigen • Stete Weiterbildung zu neuen Stilen Materialien, Produkten und Techniken
• Eine Schadensaufnahme durchführen und dokumentieren
• Altuntergründe identifizieren und beurteilen
• Einen Restaurierungsvorschlag entwickeln
• Die Fußböden restaurieren

Kompetenz: Innentüren
Innentüren von der Bauweise verstehen und dem Bauprojekt entsprechend empfehlen, herstellen und einbauen.
Kenntnisse:
• Drehflügeltüren, Schiebetüren, usw. • Aufgaben und Anforderungen (Din Richtung usw.)
• Türumrahmungen (Blockrahmen, Blendrahmen, Zargenrahmen und Futterrahmen)
• Bauarten von Türblättern • Türbeschläge (Schlösser, Bänder, Schließanlagen)
• Schiebetüren, Glastüren, usw.
• Spezialtüren (Brandschutztüren, schalldämmende Türen und Strahlenschutztüren) • Türanschläge
Fertigkeiten:
• Einzelteile und Öffnungsarten der Innentüren erkennen
• Maschine einstellen ggf. rüsten und Teile herstellen für Innentüren
• Innentüren verleimen und Pressen
• Beschläge nach Plan montieren
• Baustellenmessung durchführen
• Einbausituation der Innentüren in Altbau sowie Neubau dem Bauprojekt entsprechend empfehlen und ggf. fachgerecht vorbereiten, ausführen und abschließen
• Türen anschlagen und einsetzen

Kompetenz: Furnierarbeiten
Furnierarbeiten beherrschen und je nach Kundenwunsch ausführen
Kenntnisse:
Zuschnitt und Zusammenfügen von Furnieren
• Kanten und Flächen
• Fertigschliff von furnierten Oberflächen
• Furnierarten
• Verwendung, Herstellung und Verarbeitung von Furnieren
• Verleimen von furnierten Flächen bspw. Heißverleimung
• Friese, Bordüren
• Intarsienarbeiten
• Abkühlung und Lagerung von furnierten Teilen
Fertigkeiten:
• Furniermuster zeichnen, planen, zuschneiden und aufkleben
• Kanten und Flächen furnieren • Furnierte Oberflächen mit dem Fertigschliff bearbeiten • Die entsprechenden Werkzeuge und Leime fachgerecht einsetzen bspw. Heißverleimung
• Die furnierten bauteilefachgerecht lagern und abkühlen

Kompetenz: Oberflächen
Oberflächenveredelung beherrschen und je nach Kundenwunsch ausführen.
Kenntnisse:
• Vorbehandeln der Holzoberflächen: - Putzen und Schleifen - Entstauben - Wässern - Entharzen - Abbeizen - Bürsten - Brennen - Sandstrahlen - Laugen - Bleichtechniken
• Ausbessern von Fehlern
• Die Grundlagen der Oberflächenveredelung: - Grundieren - Lackieren - Versiegeln
• Die Vorbereitung der Oberflächenveredelung: - Die Schleifmittel und deren Korngrößen - Das Schleifen mit der Breitbandschleifmaschine - Das Ausbessern von Fehlerstellen - Vorbereitungsarbeiten zur Endbehandlung
• Die verschiedenen Formen der Farbgebung: - Beizsysteme - Buntlacke - Farbgebung mit Ökoprodukten
• Die Oberflächenversiegelung: - Erstpflege - Wachsen und Ölen mit Naturprodukten - Lacksysteme auf chemischer Basis - Auftragstechniken
Fertigkeiten:
• Die nötigen Arbeitsschritte bei der Vorbehandlung der Holzoberflächen je nach Holz und Holzwerkstoffe feststellen und durchführen: - Putzen und Schleifen - Entstauben - Wässern - Entharzen - Abbeizen - Bürsten - Brennen - Sandstrahlen - Laugen - Bleichtechniken
• Entfernen von Leimrückständen und Flecken als Ausbesserung
• Die Grundlagen der Oberflächenveredelung beherrschen: - Grundieren - Lackieren - Versiegeln
• Die Vorbereitung der Oberflächenveredelung durchführen: - Die Schleifmittel und deren Korngrößen - Das Schleifen mit der Breitbandschleifmaschine - Das Ausbessern von Fehlerstellen - Vorbereitungsarbeiten zur Endbehandlung
• Die verschiedenen Formen der Farbgebung unterscheiden, empfehlen und fachgerecht ausführen und je nach Kundenwunsch auswählen und Probestück für den Kunden erstellen: - Beizsysteme - Buntlacke - Farbgebung mit Ökoprodukten
• Die Oberflächenversiegelung fachgerecht durchführen: - Erstpflege - Wachsen und Ölen mit Naturprodukten - Lacksysteme auf chemischer Basis - Auftragstechniken

Kompetenz: Treppenbau
Treppenbau von der Bauweise verstehen und dem Bauprojekt entsprechend empfehlen, herstellen und einbauen.
Kenntnisse:
• Treppenarten: - Gerade - Gewendelte - Rechts- und Linkstreppen
• Berechnung von geraden Treppen
• Anreißen von geraden Treppen
• Ausarbeiten von Wangen
Fertigkeiten:
• Einzelteile und Arten der Treppen erkennen: - Gerade - Gewendelte - Rechts- und Linkstreppen • Maschine einstellen ggf. rüsten und Treppenteile herstellen (vor allem gerade Treppen)
• Messung auf der Baustelle durchführen und gerade Treppen anreißen • Bei geraden Treppen Wangen ausarbeiten

B.5. Betriebliches und technisches Zeichnen und Kommunikation
Kompetenz: Technisches Zeichnen
Die Grundlagen der darstellenden Geometrie beherrschen, geometrische Formen, Winkel und Geraden zeichnen und rechtwinklige Parallelprojektionen vornehmen. Die Grundlagen der perspektivischen Darstellung beherrschen.
Kenntnisse:
• Einführung: - Zeichenmaterial - Normen - Beschriftung - Linienarten - Symbole - Maßstab
• Vorhandene Zeichnungen
• Geometrisches Zeichnen: - Lineare Geometrie - Regelmäßigen und unregelmäßigen Vielecken - Kreislinien, Bogen und Tangenten - Teilung der Geraden, Kurven und Winkel - Verbindung von Geraden und Kurven - Grundlagen der Gestaltung: Goldener Schnitt und Proportionen, Formschönheit und Zweckmäßigkeit
• Freihandzeichnen
• Grundlagen, Anfertigung und Vertiefungsübungen von rechtwinkligen Parallelprojektionen: - Koordinatensystem - Gerade und schräge Flächen der Körper - Zylindrische und konische Flächen der Körper - Ermittlung wahrer Größen und Mantelflächen - Durchdringung von Körpern
• Perspektive: - Grundlagen der axonometrischen Darstellung - Grundlagen der Fluchtpunktperspektive
Fertigkeiten:
• Die Grundlagen des technischen Zeichnens verinnerlichen: - Zeichenmaterial - Normen - Beschriftung - Linienarten - Symbole - Maßstab
• Vorhandene Zeichnung, die als Grundlage zur Herstellung von Werkstücken aller Art dienen, lesen und umsetzen
• Geometrisches Zeichnen unter Berücksichtigung folgender Punkte beherrschen: - Lineare Geometrie - Regelmäßigen und unregelmäßigen Vielecken - Kreislinien, Bogen und Tangenten - Teilung der Geraden, Kurven und Winkel - Verbindung von Geraden und Kurven - Grundlagen der Gestaltung: Goldener Schnitt und Proportionen, Formschönheit und Zweckmäßigkeit
• Bei Bedarf zweckmäßige Freihandzeichnungen vornehmen
• Parallelprojektionen unter Berücksichtigung folgender Elemente beherrschen: - Koordinatensystem - Gerade und schräge Flächen der Körper - Zylindrische und konische Flächen der Körper - Ermittlung wahrer Größen und Mantelflächen - Durchdringung von Körpern
• Perspektiven unter Berücksichtigung folgender Elemente zeichnen können: - Grundlagen der axonometrischen Darstellung - Grundlagen Fluchtpunktperspektive

Kompetenz: Fachzeichnen
Die fachbezogene Anwendung von Fachzeichnungen im Arbeitsalltag des Parkettverlegers ausführen.
Kenntnisse:
• Erarbeitung einer Zeichensystematik
• Detailschnitte in natürlicher Größe oder im Maßstab
• Detailpläne und Entwurfszeichnungen in: - Boden-, Wand- und Deckenstrukturen - Tür- und Fensteröffnungen - Bemaßung von Detailzeichnungen - Strukturelle Innenansichten - Treppenbau: Wangenaufriss - Parkettmuster - Verlegmuster
• Gestaltungsübungen, Entwurf und Proportion
• Projektionen
Fertigkeiten:
• Detailzeichnungen, die zur Herstellung von Werkstücken aller Art erforderlich sind, normgerecht und mit Präzision anfertigen
• Detailschnitte in natürlicher Größe und Maßstab anfertigen
• Detailpläne folgender Elemente herstellen: - Boden-, Wand- und Deckenstrukturen - Tür- und Fensteröffnungen - Bemaßung von Detailzeichnungen - Strukturelle Innenansichten - Treppenbau: Wangenaufriss - Parkettmuster - Verlegmuster
• Werkstücke oder Teile aus Werkstücken entsprechend den Proportions- und Projektionsregeln entwerfen und umsetzen

Kompetenz: CAD
Die Grundlagen des Computer Aided Design begreifen, beherrschen und in einfachen Zeichnungen und Arbeitsschritten umsetzen.
Kenntnisse:
• Einsatzmöglichkeiten und Vorteile am Arbeitsplatz und bei der Arbeitstechnik
• CAD - Arbeitstechnik: Detailzeichnungen
Fertigkeiten:
• Die Grundlagen des technischen Zeichnens und des Fachzeichnens mit der Verwendung eines CAD-Programms umsetzen

Kompetenz: Freihandzeichnen
Die technische Kommunikation in Form einer Skizze beherrschen und ausführen
Kenntnisse:
• Normschrift
• Linien
• Flächen
• Volumen • Räumliche Darstellung
Fertigkeiten:
• Die technische Kommunikation, die zwischen Meister/Geselle und Lehrling in der Werkstatt und auf der Baustelle in Form von Skizzen stattfindet in Bezug auf folgende Punkte erkennen und umsetzen: - Normschrift - Linien - Flächen - Volumen - Räumliche Darstellung

Kompetenz: Statik
Die Grundlagen der Baustatik im Arbeitsbereich des Parkettverlegers verstehen, beherrschen und anwenden
Kenntnisse:
• Volumen, Masse, Dichte und Gewichtskraft
• Kräfte, Druck und Zug: - Zusammensetzen und Zerlegen von Kräften - Zeichnerische Darstellung und Ermittlung - Übungen, Experimente
• Gleichgewicht der Kräfte: - Hebelgesetz - Drehmoment und Auflagerkräfte - Kräfte in Stäben
Fertigkeiten:
• Volumen, Masse, Dichte und Gewichtskraft definieren
• Kräfte, Druck und Zug: - Zusammensetzen und Zerlegen von Kräften - Kräfte, Druck und Zug zeichnerisch darstellen - Verschiedene fachbezogene Übungen und Experimente durchführen
• Gleichgewicht der Kräfte in den Arbeitsalltag integrieren: - Hebelgesetz - Drehmoment und Auflagerkräfte - Kräfte in Stäben

B.6. Praktisches Arbeiten
Kompetenz: Herstellung von Parkettmusterböden
Parkettmusterböden anhand ihrer Eigenschaften dem Verwendungszweck entsprechend auswählen und fachgerecht mit Handwerkzeugen ausführen.
Kenntnisse:
• Arbeitsmethoden
• Raumaufmaß
• Zurichtung der Hölzer
• Bearbeitung der Hölzer
• Schärfen und Umgang mit Handwerkzeugen
• Zusammenbau und Verleimen der Verbindungen
• Herstellung von Muster- Parkettboden: - Mosaikparketts - Stabparkett, - Parkettfedern und -riemen - Parkettdielen und -platten - Tafelparkett - Fertigparkett
Fertigkeiten:
• Brettaufriss für das zu fertigende Projekt anfertigen und verstehen
• Fachgerechte Holzauswahl, Lage der Holzmaserung beachten, verstehen und anwenden
• Hölzer zusammenzeichnen mit dem Werkzeichen . Maße vom Brettaufriss übertragen
• Verschiedene Sägearten anwenden, Zuschneiden und Ausstemmen der Verbindungen
• Muster- Parkettboden herstellen: - Mosaikparketts - Stabparkett, - Parkettfedern und -riemen - Parkettdielen und -platten - Tafelparkett - Fertigparkett

C. Bewertungs- und Stundenraster
C11 PARKETTVERLEGER/IN: Stunden- und Punkteverteilung in der Lehre
" colspan>Kurse 1. jahr 2. jahr 3. jahr Total
" colspan>Std. Punkte Std. Punkte Std. Punkte Std. Pkte
Jahr Prüf. Total Jahr Prüf. Total Jahr Prüf. Total
Berufsausrüstung und Sicherheit 36 25 35 60 14 10 10 20 8    10 10 58 90
Materialkunde 36 30 40 70 14 20 20 40 12 10 10 20 62 130
Technologie 24 15 15 30 68 40 60 100 76 60 70 130 168 260
Betriebliches und technisches Zeichnen und Kommunikation 48 30 40 70 44 30 40 70 44 30 40 70 136 210
Praktisches Arbeiten 36    20 20 20    20 20 20    20 20 76 60
Übungsstücke    20    20    20    20    20    20 0 60
Arbeitsberichte    30    30    30    30    30    30 0 90
TOTAL 180 150 150 300 160 150 150 300 160 150 150 300 500 900

Bewertungskriterien in der praktischen Gesellenprüfung (C-Prüfung)
Arbeitsprobe /200
Mündliche Befragung (Anwendungswissen) /50
Gesellenstück /150
TOTAL 400

D. Fortschrittstabelle
BETRIEBLICHE AUSBILDUNG
C11 Parkettverleger/in
Folgende Fertigkeiten werden vom Lehrling in unserem Betrieb erlernt werden:
"x" Zutreffendes bitte ankreuzen
(regelmäßige Tätigkeiten im Betrieb)
""" betriebliche Schwerpunkte/Stärken mit einem Pfeil markieren
(häufige Tätigkeiten im Betrieb)
"?" mögliche Probleme mit einem Fragezeichen versehen
(z.B. Tätigkeiten, die gar nicht oder kaum noch ausgeübt werden)
" colspan>FERTIGKEITEN Im Betrieb
1. Lj 2.Lj 3. Lj
B.1. Rechte und Pflichten in der Ausbildung
Lehrvertrags- und Arbeitspflichten einhalten    
Lehrvertrags- und Arbeitsrechte ggf. einfordern    
Informationen zu Weiterbildungsangeboten finden    
Einen individuellen Weg der beruflichen Weiterbildung entwerfen    
Berufsspezifische Vorschriften und Regelungen anwenden      
B.2. Betrieb und Arbeitsplatz
Arbeitsschutz- und Sicherheitsbestimmungen einhalten    
Sicherheitsrisiken, Unfallquellen und Unfall verursachendes Verhalten erkennen und vermeiden    
Maßnahmen zur Ersten Hilfe ergreifen    
Körperhygiene einhalten    
Sicherheitsrisiken, Unfallquellen und Unfall verursachendes Verhalten erkennen und vermeiden    
Arbeitsabläufe sicher gestalten    
Nach ergonomischen Gesichtspunkten arbeiten    
Hygiene am Arbeitsplatz einhalten und Bestimmungen bezüglich der Arbeitskleidung umsetzen    
Maßnahmen zur Ersten Hilfe ergreifen    
Unfälle nach Vorschrift melden    
Rückenschonendes Heben und Tragen von Lasten    
Ausbildungsbetrieb erkunden    
Zielsetzungen, Geschäftsfelder und Aktivitäten des Ausbildungsbetriebes erkennen    
Rechts- und Wirtschaftsbeziehungen zwischen Lieferanten, Betrieb und Kunden kennen und in seiner Tätigkeit berücksichtigen      
Werkzeuge und Maschinen
Handwerkzeuge
Die Handwerkzeuge unter Berücksichtigung der Sicherheitsvorschriften korrekt auswählen und fachgerecht einsetzen.    
Die Handwerkzeuge der Arbeitsaufgabe entsprechend auswählen, fachgerecht verwenden, lagern, schärfen und unterhalten    
Passende Werkzeuge auswählen, anbringen und fachgerecht einsetzen.    
Wenn gegeben, Schnittgeschwindigkeit abhängig von Werkstoff und Werkzeug berechnen und einstellen    
Maschineninspektion durchführen    
Ölen, Schmieren, Reinigen von Maschinen und Werkzeugen    
Ersatz- und Verschleißteile korrekt lagern, auswählen und einbauen    
Vorrichtungen und Hilfsmittel nach Plan selbst bauen bzw. zusammenbauen      
Elektrische und pneumatische Handmaschinen
Die Grundlagen der Elektrotechnik begreifen und umsetzen    
Elektrische und pneumatische Handmaschinen fachgerecht in Betrieb nehmen, bedienen und regeln    
Die Handmaschinen unter Berücksichtigung der Sicherheitsvorschriften korrekt auswählen und fachgerecht einsetzen    
Die Handmaschinen der Arbeitsaufgabe entsprechend auswählen, fachgerecht verwenden, lagern, schärfen und unterhalten    
Passende Werkzeuge auswählen, anbringen und fachgerecht einsetzen.    
Wenn gegeben, Schnittgeschwindigkeit abhängig von Werkstoff und Werkzeug berechnen und einstellen    
Maschineninspektion durchführen    
Ölen, Schmieren, Reinigen von Maschinen und Werkzeugen    
Ersatz- und Verschleißteile korrekt lagern, auswählen und einbauen    
Vorrichtungen und Hilfsmittel nach Plan selbst bauen bzw. zusammenbauen      
Standmaschinen und ihre Werkzeuge
Die Standmaschinen und ihre Werkzeuge unter Berücksichtigung der Sicherheitsvorschriften korrekt auswählen und fachgerecht einsetzen.    
Die Standmaschinen und ihre Werkzeuge der Arbeitsaufgabe entsprechend auswählen, fachgerecht verwenden, schärfen, lagern und unterhalten    
Passende Werkzeuge auswählen, anbringen und fachgerecht einsetzen    
Wenn gegeben, Schnittgeschwindigkeit abhängig von Werkstoff und Werkzeug berechnen und einstellen    
Maschineninspektion durchführen    
Ölen, Schmieren, Reinigen von Maschinen und Werkzeugen    
Ersatz- und Verschleißteile korrekt lagern, auswählen und einbauen    
Vorrichtungen und Hilfsmittel Plan selbst bauen bzw. zusammenbauen      
B.3. Materialkunde
Holz
Die verschiedenen Holzarten kennen, erkennen, beschreiben und fachgerecht einsetzen sowie deren Herkunft und Aufbau bestimmen    
Die verschiedenen Eigenschaften des Holzes kennen und fachgerecht beim Einsatz berücksichtigen: Natürliche Schönheit, Geruch und Farbmerkmale (Dichte und Rohdichte, Festigkeit- und Dammfähigkeit, Härte und Widerstand gegen Abrieb, Belastbarkeit und Dichte, Arbeiten des Holzes)    
Den Einfluss des Raumklimas auf das Parkett beachten    
Die verschiedenen Holzschutzmaßnahmen in Bezug auf die verschiedenen Holzschädlinge kennen und bei der Konstruktion sowie der Planung berücksichtigen und anwenden    
Die verschiedenen Holzarten kennen und deren unterschiedlichen Eigenschaften fachgerecht unterscheiden und einsetzen (Europäische Nadelhölzer und Laubhölzer, bestimmte außereuropäische Nadelhölzer und außereuropäische Laubhölzer)    
Die korrekte Berechnung von Volumen, Längen der Bretter und Bohlen und Stämmen vornehmen    
Schnittbilder erkennen und bei der Planung anwenden    
Chemisch und natürlich modifizierte Holzer unterscheiden und fachgerecht anwenden    
Bestimmung der Holzfeuchte mit Hilfe elektronischen Messgeräte und der Darrprobe kennen und anwenden    
Techniken der Holztrocknung und Lagerung fachgerecht anwenden (Freiluft- und technische Holztrocknung, Lagerung)      
Plattenwerkstoffe
Die verschiedenen Plattenwerkstoffe erkennen, beschreiben und fachgerecht einsetzen (Vollholzteile, Verbundplatten, Holzspanwerkstoffe, Holzfaserplatten, Platten mit Deckschichten, Platten für Unterböden, Korkböden)    
Die korrekte Berechnung von Flächen, Längen und Aufteilung der Platten vornehmen      
Mineralische Plattenwerkstoffe
Die verschiedenen Plattenwerkstoffe erkennen, beschreiben und fachgerecht einsetzen (Gips- und Gipsfaserplatten, Faserzementplatten, Zementgebundene Holzspanplatten, Mineral-Kunststoffplatten)    
Die korrekte Berechnung von Flächen, Längen und Aufteilung der Platten vornehmen      
Dämm-, Dicht- und Isolierstoffe
Die einzelnen Dämm-, Dicht- und Isolier- und Trittschutz- bzw. Trittschallprodukte fachgerecht auswählen und einsetzen      
Verbindungsmittel
Die einzelnen Verbindungsmitteln auswählen und je nach Anwendungsgebiete einsetzen (Holzverbindungsmittel, Erzeugnisse für Fugen, Verbindungen, Dichtungen aus Holz, Metall, Kunststoff, Silikon usw., Verleimte und unverleimte Breitenverbindungen, Nut, Feder und Klicksystem, Rahmeneckverbindungen)      
Klebstoffe
Die einzelnen Leimsorten und Klebstoffe auswählen und je nach Anwendungsgebiet einsetzen    
Die entsprechende Vorbereitung des Untergrundes vornehmen und die situationsgerechte Verklebetechnik anwenden      
Produkte zur Oberflächenbehandlung
Die einzelnen Produkte auswählen und je nach Anwendungsgebiet auswählen und einsetzen (Wachse, Öle, Lacke, Produkte zur Versiegelung und Nachversiegelung, Pflegeprodukte für Parkettböden)    
Die vorgeschriebenen und angemessenen Trockenzeiten der Produkte beachten      
B.4. Technologie
Arbeitsorganisation
Arbeitsauftrag erfassen und auf eine eigene Arbeitsplanung herunter brechen    
Arbeitsabläufe unter Beachtung mündlicher und schriftlicher Vorgaben mit Kollegen oder anderen Handwerkern vorab sowie auf der Baustelle abstimmen    
Vorleistungen anderer Gewerke auf Sicht prüfen    
Baustoff- und Bauhilfsstoffbedarf abschätzen, fristgerecht ordern, prüfen und sachgerecht lagern    
Anhand von Skizzen und Zeichnungen Materialberechnungen durchführen    
Werkzeuge, Geräte und Maschinen nach Anforderungen der Baustelle auswählen, beschaffen und vorbereiten    
Energieversorgung und Materialentsorgung am Arbeitsplatz sichern    
Ergonomische Arbeitsmittel und und-hilfen verwenden und ergonomische Arbeitsweisen anwenden    
Arbeitswerkzeuge und -geräte passend auswählen und beschaffen    
Eine Bauabnahme begleiten    
Arbeitsmängel erkennen, erfassen und beheben, inklusive der Planung von Korrekturarbeiten    
Materialentsorgung am Arbeitsplatz sichern    
Sich mit der Wegstrecke zur Baustelle vertraut machen    
Ladetechnik bzgl. Sicherung, Gewicht-, Länge- und Größenverteilung sowie Sauberkeit und Schutz des Verladegutes kennen, beherrschen und anwenden      
Verbindungstechniken
Die Verbindungstechniken auswählen und nach Bauart fachgerecht einsetzen unter Berücksichtigung folgender Faktoren( Holzauswahl und Holzzuschnitt, Längs- und Breitenverbindungen, Traditionelle und neuartige Verbindungen, Rahmenverbindungen, Überblattung)    
Die Fugen, die Randab- und -anschlüsse fachgerecht durchführen, korrekt anreißen und zuschneiden    
Den passgenauen Zuschnitt gängiger Profilleisten durchführen    
Unterkonstruktionen fachgerecht herstellen      
Parkettböden
Risiken des Zusammenwirkens von verschiedenen Materialien vermeiden    
Die Wärmeausdehnung der verschiedenen Materialien und Bauteilen beachten    
Die nötigen Arbeitsschritte bei der Herstellung und Verlegung von Fußböden, feststellen und durchführen    
Fußböden nach Plan und unter Beachtung der Verlegvorschriften verarbeiten    
Einbausituation der Fußböden in Altbau sowie Neubau dem Bauprojekt entsprechend empfehlen und ggf. fachgerecht vorbereiten, ausführen und abschließen      
Fußböden, Wand- und Deckenverkleidungen
Untergründe auf Beschaffenheit der Oberfläche prüfen, insbesondere auf (Beschädigungen, Verunreinigungen, Ebenheit, Gefälle, Höhenlage, Saugfähigkeit und Feuchtigkeit,...)    
Die nötigen Arbeitsschritte bei der Herstellung und Verlegung von Fußböden feststellen und durchführen und ggf. Instandsetzungsverfahren einleiten    
Fußböden nach Plan und unter Beachtung der Verlegvorschriften verarbeiten (Einfache Dielenfußböden, Trockenunterböden, Laminatböden, Fußleisten,...)    
Wandverkleidungen nach Plan und herstellen und anbringen (Unterkonstruktionen, Verkleidungsschalen aus Brettern, Rahmen mit Füllung, Platten)      
Restaurierung historischer Fußböden aus Holz
Baustile und Merkmale verschiedener Epochen erkennen und zuordnen    
Innenräume einer bestimmten Stilrichtung zuordnen    
Material- und Werkzeugauswahl, Arbeitstechniken und dekorative Elemente einer Stilrichtung anpassen    
Zeitgeist und Trends bei der Kundenberatung und Arbeiten berücksichtigen    
Stete Weiterbildung zu neuen Stilen Materialien, Produkten und Techniken    
Eine Schadensaufnahme durchführen und dokumentieren    
Altuntergründe identifizieren und beurteilen    
Einen Restaurierungsvorschlag entwickeln    
Die Fußböden restaurieren      
Innentüren
Einzelteile und Öffnungsarten der Innentüren erkennen    
Maschine einstellen ggf. rüsten und Teile herstellen für Innentüren    
Innentüren verleimen und Pressen    
Beschläge nach Plan montieren    
Baustellenmessung durchführen    
Einbausituation der Innentüren in Altbau sowie Neubau dem Bauprojekt entsprechend empfehlen und ggf. fachgerecht vorbereiten, ausführen und abschließen    
Türen anschlagen und einsetzen      
Furnierarbeiten
Furniermuster zeichnen, planen, zuschneiden und aufkleben    
Kanten und Flächen furnieren    
Furnierte Oberflächen mit dem Fertigschliff bearbeiten    
Die entsprechenden Werkzeuge und Leime fachgerecht einsetzen bspw. Heißverleimung    
Die furnierten bauteilefachgerecht lagern und abkühlen      
Oberflächen
Die nötigen Arbeitsschritte bei der Vorbehandlung der Holzoberflächen je nach Holz und Holzwerkstoffe feststellen und durchführen (Putzen und Schleifen, Entstauben, Wässern, Entharzen, Abbeizen, Bürsten, Brennen, Sandstrahlen, Laugen, Bleichtechniken)    
Entfernen von Leimrückständen und Flecken als Ausbesserung    
Die Grundlagen der Oberflächenveredelung beherrschen (Grundieren, Lackieren, Versiegeln)    
Die Vorbereitung der Oberflächenveredelung durchführen (die Schleifmittel und deren Korngrößen, das Schleifen mit der Breitbandschleifmaschine, das Ausbessern von Fehlerstellen, Vorbereitungsarbeiten zur Endbehandlung)    
Die verschiedenen Formen der Farbgebung unterscheiden, empfehlen und fachgerecht ausführen und je nach Kundenwunsch auswählen und Probestück für den Kunden erstellen (Beizsysteme, Buntlacke, Farbgebung mit Ökoprodukten)    
Die Oberflächenversiegelung fachgerecht durchführen (Erstpflege, Wachsen und Ölen mit Naturprodukten, Lacksysteme auf chemischer Basis, Auftragstechniken)      
Treppenbau
Einzelteile und Arten der Treppen erkennen (Gerade, Gewendelte, Rechts- und Linkstreppen)    
Maschine einstellen ggf. rüsten und Treppenteile herstellen (vor allem gerade Treppen)    
Messung auf der Baustelle durchführen und gerade Treppen anreißen    
Bei geraden Treppen Wangen ausarbeiten      
B.5. Betriebliches und technisches Zeichnen und Kommunikation
Technisches Zeichnen
Die Grundlagen des technischen Zeichnens verinnerlichen (Zeichenmaterial, Normen, Beschriftung, Linienarten, Symbole, Maßstab)    
Vorhandene Zeichnung, die als Grundlage zur Herstellung von Werkstücken aller Art dienen, lesen und umsetzen    
Geometrisches Zeichnen unter Berücksichtigung folgender Punkte beherrschen (Lineare Geometrie, Regelmäßigen und unregelmäßigen Vielecken, Kreislinien, Bogen und Tangenten, Teilung der Geraden, Kurven und Winkel, Verbindung von Geraden und Kurven, Grundlagen der Gestaltung)    
Bei Bedarf zweckmäßige Freihandzeichnungen vornehmen    
Parallelprojektionen unter Berücksichtigung folgender Elemente beherrschen (Koordinatensystem, Gerade und schräge Flächen der Körper, Zylindrische und konische Flächen der Körper, Ermittlung wahrer Größen und Mantelflächen, Durchdringung von Körpern)    
Perspektiven unter Berücksichtigung folgender Elemente zeichnen können (Grundlagen der axonometrischen Darstellung, Grundlagen Fluchtpunktperspektive)      
Fachzeichnen
Detailzeichnungen, die zur Herstellung von Werkstücken aller Art erforderlich sind, normgerecht und mit Präzision anfertigen    
Detailschnitte in natürlicher Größe und Maßstab anfertigen    
Detailpläne folgender Elemente herstellen (Boden-, Wand- und Deckenstrukturen, Tür- und Fensteröffnungen, Bemaßung von Detailzeichnungen, Strukturelle Innenansichten, Treppenbau, Parkettmuster, Verlegmuster)    
Werkstücke oder Teile aus Werkstücken entsprechend den Proportions- und Projektionsregeln entwerfen und umsetzen      
CAD
Die Grundlagen des technischen Zeichnens und des Fachzeichnens mit der Verwendung eines CAD-Programms umsetzen      
Freihandzeichnen
Die technische Kommunikation, die zwischen Meister/Geselle und Lehrling in der Werkstatt und auf der Baustelle in Form von Skizzen stattfindet in Bezug auf folgende Punkte erkennen und umsetzen (Normschrift, Linien, Flächen, Volumen, Räumliche Darstellung)      
Statik
Volumen, Masse, Dichte und Gewichtskraft definieren Auflagerkräfte    
Kräfte, Druck und Zug (Zusammensetzen und Zerlegen von Kräften, Kräfte, Druck und Zug zeichnerisch darstellen, Verschiedene fachbezogene Übungen und Experimente durchführen)    
Gleichgewicht der Kräfte in den Arbeitsalltag integrieren (Hebelgesetz, Drehmoment und Auflagerkräfte, Kräfte in Stäben)    

Literatur:
Parkettarbeiten (Lehrgang für berufliche Bildung im Parkettverlegerhandwerk); Beuth Verlags GmbH & BIBB (Bundesinstitut für Berufsbildung); 2.überarbeitete Auflage 1994 ISBN 3-410-70 342 - X
UNTERSCHRIFTEN
Der gesetzl. Vertreter oder Vormund der Lehrling
oder Vormund
der Lehrmeister der Ausbilder
FORTSCHRITTSTABELLE AUSFULLEN: DATUM DER LETZTEN UBERPRUFUNG: UNTERSCHRIFT
DES LEHRMEISTERS/AUS-BILDERS:
1. lehrjahr:    
   
   
2. lehrjahr    
   
   
3. lehrjahr    
   
   

Gesehen, um dem Erlass der Regierung Nr. 2083 vom 16. Juni 2016 zur Festlegung der Lehrprogramme Heizungsinstallateur/-in (E20/2016) und Parkettverleger/-in (C11/2016) beigefügt zu werden.
Für die Regierung der Deutschsprachigen Gemeinschaft,
Der Ministerpräsident
O. PAASCH
Der Minister für Bildung und wissenschaftliche Forschung
H. MOLLERS
_______
Fußnoten
[1] Hinweis: im vorliegenden Dokument gelten Personenbezeichnungen, wenn nicht anders präzisiert, für beide Geschlechter.
[2] Die Inhalte der Bewertung zum Kurs "Praktisches Arbeiten" befinden sich als Querschnittskompetenz in den aufgeführten Kompetenzen B.4. bis B.11.